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Bahnhof

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Die Bahnhofsmission
Ein kleines Schild weist den Weg zur Bahnhofsmission, gleich neben den Schaufenstern mit Seidenkrawatten, Kosmetika und frischem Obst: 14 hauptamtliche und bis zu sechzig ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen auf dem Berliner Bahnhof Zoo für Hilfsbedürftige. Vieles hat wirklich mit Reisen zu tun: der ausgebüchste Jugendliche, um den sich die Bahnhofsmission zunächst einmal kümmert, der Ausländer, der seinen Pass verloren hat und zu seinem Konsulat vermittelt werden muss.

Mehr und mehr aber sind Bahnhofsmissionen - nicht nur die am Bahnhof Zoo - Anlaufstellen für Arme, für psychisch beeinträchtigte Menschen und für Wohnungslose. Zum geputzten, glitzernden Automatenbahnhof, wenn möglich ohne viel Personal, liegen Bahnhofsmissionen eindeutig quer. Deshalb werden sie von der Deutschen Bahn AG eher geduldet als wohlwollend angenommen. Der "Schmuddel" soll ja raus, allen voran die unerwünschte Klientel. Für "Heimatlose", so will es die Bahn, ist der Bahnhof der Zukunft kein Ort.