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Brücken

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Bauwerk der Superlative
Schon die alten Römer träumten davon, Sizilien mit dem Festland zu verbinden. Vor mehr als zweitausend Jahren wollten sie mit Hilfe zusammengebundener Flöße die Meerenge von Messina überbrücken.

Ende des letzten Jahrhunderts kamen diese Gedankenspiele erneut auf, doch diesmal in einer modernen Variante. Eine Brücke soll nun Festland und Insel verbinden: 3.300 Meter lang, 60 Meter breit und 380 Meter hoch, mit sechs Fahrspuren und zwei Schienensträngen.

Die geplante Brücke wäre die weltweit größte Hängebrücke, ganze 1.310 Meter länger als Japans Akashi-Kaikyo-Brücke. Als Bauwerk der Superlative soll sie sogar die Golden Gate Bridge von San Francisco in den Schatten stellen.

Baubeginn des sechs Milliarden Euro teuren Vorhabens sollte 2007 sein. Die italienische Abgeordnetenkammer unter Ministerpräsident Romano Prodi setzte das Projekt jedoch im Oktober 2006 aus: Die Brücke sei wegen der schwachen Infrastruktur Siziliens unsinnig. Auch Umweltschützer kämpften jahrelang gegen den Bau des Prestigeobjekts.

2008 allerdings hieß es erneut: "Von diesem Projekt rücken wir nicht mehr ab. Das ist ein gewaltiges Bauwerk, das auch Touristen bringt." Dieser Appell des damaligen Infrastruktur-Ministers Altero Matteoli war ganz im Sinne der Regierung Berlusconi, die den umstrittenen Plan für das Bauwerk im April 2008 wieder aufnahm.

2017 soll die Brücke befahrbar sein, hieß es damals. Doch im Juli 2011 wurde der Baubeginn auf Mitte 2012 verschoben. Zudem hat sich die offizielle Kostenprognose im Laufe der Jahre stetig erhöht: 8,5 Milliarden Euro soll Berlusconis einstiges Lieblingsprojekt nun kosten. Ob sich der Jahrtausende alte Traum erfüllt, bleibt abzuwarten.

Video: Die Krämerbrücke 
Video: Die Krämerbrücke
 


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Die Brücke
Am 7. Juni 1905 gründeten die vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Dresden die Künstlergruppe Brücke, auch KG Brücke genannt. Sie gilt als ein Wegbereiter des deutschen Expressionismus.

Der Name entstand auf einem Spaziergang, wie sich Erich Heckel später in seinem Tagebuch erinnert: "Wir haben natürlich überlegt, wie wir an die Öffentlichkeit treten könnten. Eines Abends sprachen wir auf dem Nachhauseweg wieder davon. Schmidt-Rottluff sagte, wir könnten das Brücke nennen - das sei ein vielschichtiges Wort, würde kein Programm bedeuten, aber gewissermaßen von einem Ufer zum anderen führen."

Die Brücke diente hier als Metapher. Ziel der Künstlergemeinschaft war es, "alle revolutionären und gärenden Kräfte an sich zu ziehen", wie Schmidt-Rottluff 1906 in einem Brief an Emil Nolde schrieb. Alle Mitglieder, zu denen sich ab 1906 auch Max Pechstein und Emil Nolde, ab 1910 Otto Mueller zählten, lehnten den tradierten Malstil der Akademien ab. Neue Ausdrucksformen galt es zu finden, um der Kunst eine neue Richtung zu geben.

Dabei orientierten sich die Künstler besonders an Südseemotiven und der Malerei von Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Edvard Munch. Die gemalten Motive, wie Landschaften und Akte, sollten das innere Erleben der Welt und das subjektive Empfinden der Künstler widerspiegeln. Die Reduzierung auf das Wesentliche und der Verzicht auf Details wurden Markenzeichen der Gruppe.

Nach dem Umzug nach Berlin 1911 entwickelten sich die Künstler in unterschiedliche Richtungen. Zwei Jahre später löste sich die Gruppe wegen interner Streitigkeiten auf. Rund 400 Gemälde sowie eine Vielzahl von Handzeichnungen, Aquarellen und Originalgraphiken sind heute im 1967 eröffneten Brücke-Museum in Berlin zu sehen.