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Leuchtturm
Türme

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Leuchtfeuer für die Seefahrt
Besonders an Küsten und in engen Fahrwassern gibt es mehr als nur Leuchttürme. Schwimmende Seezeichen, wie Feuerschiffe und Leuchttonnen, spielten schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle. Überall dort, wo es für Schiffe eng werden könnte, weisen Leitfeuer, Richtfeuer (zur Peilung), Torfeuer (an Einfahrten) und Uferfeuer den Weg.

Die Kennung ist der "Steckbrief" eines jeden Leuchtfeuers: Sie gibt an, ob ein Leuchtfeuer blitzt, ob es in Intervallen blinkt oder dauerhaft sein Licht ausstrahlt. Alle Leuchtfeuer, nach Küstenregionen sortiert, beschreibt das Leuchtfeuerverzeichnis des Deutschen Hydrographischen Instituts. Das mehrbändige Werk hält jeder Kapitän auf der Brücke seines Schiffes griffbereit.
Video: Markante Wahrzeichen I
Video: Markante Wahrzeichen I
 

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Funktechnische Navigationshilfen...
wie zum Beispiel das GPS ersetzen Leuchttürme heute weitgehend. Doch auch solche Systeme können versagen. Dann ist der solide alte Leuchtturm die unverzichtbare Rückfallebene. In bestimmten Fällen, etwa als Richtfeuer auf dicht befahrenen Wasserstraßen, ist er sogar die denkbar genaueste Navigationshilfe überhaupt.

Obwohl Leuchttürme immer noch vereinzelt ihren Dienst tun, existiert der Beruf des Leuchtturmwärters seit Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts praktisch nicht mehr. Grund: Leuchttürme sind automatisiert oder werden zentral von entfernten Orten gesteuert.
Video: Markante Wahrzeichen II
Video: Markante Wahrzeichen II
 

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Wann die Geschichte...
der Leuchttürme begann, ist kaum feststellbar. Zu naheliegend war der Gedanke, als dass es eines konkreten Anlasses bedurft hätte. Überall dort, wo es Seehandel gab, gab es wohl auch Leuchtfeuer. Sei es, um Hafeneinfahrten kenntlich zu machen, um vor Untiefen zu warnen, oder um auf Orientierungspunkte hinzuweisen.

Der Koloss von Rhodos - eine Art überdimensionierte Statue über der Hafeneinfahrt -, und der Pharos von Alexandria entstanden um 300 v. Chr. Der Koloss, vermutlich etwas instabil gebaut, hielt nur bis 224 v. Chr. Der Leuchtturm von Alexandria stand immerhin bis zum großen Erdbeben von 1303.

Neben unzähligen kleinen Leuchtfeuern schufen römische Provinzverwaltungen einige wirklich massive Leuchtturm-Bauten: Der Torre de Hérkules im galizischen A Coruna zählt zu den ältesten Exemplaren. Sein Bau war im Jahr 110 abgeschlossen. 1172 errichtete man den Leuchtturm Hook Head in Irland, immerhin 35 Meter hoch.

Berühmt sind auch die Leuchttürme aus dem Zeitalter der Hanse, also aus dem 13. und 14. Jahrhundert. 1310 errichtete etwa Hamburg einen Leuchtturm auf der Nordseeinsel Neuwerk.