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Plattenbau

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Zahlen und Fakten
Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte auch im Osten Deutschlands große Wohnungsnot. 50 Prozent der Städte waren zerstört, 25 Prozent des Wohnraums vernichtet sowie weitere 16 Prozent stark beschädigt.

Die Lösung des Problems waren schnell und billig produzierte Plattenbauten. Die durchschnittliche Fläche der Wohnungen war mit 62 Quadratmetern im Vergleich zum Westen mit 69,2 Quadratmetern eher klein. Jeder Ostbürger wohnte im Schnitt auf 28 Quadratmetern, während die Menschen im Westen auf 36,8 Quadratmetern lebten.

Rund ein Drittel der gut drei Millionen von 1950 an erbauten Wohnungen liegen in einer der 125 Großsiedlungen. In den 225.700 Plattenbauten stehen heute um die 300.000 Wohnungen leer.

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Projekt Stadtumbau
In einem vom Bund geförderten Projekt zum Thema "Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen" haben Claus Asam, der am Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken (IEMB) an der Technischen Universität Berlin forscht, und der Architekt Hervé Biele die Wiederverwendbarkeit der "Platte" untersucht.

Es hat sich herausgestellt, dass deren Betonteile sich sehr gut für den Bau neuer Eigenheime eignen und auf solche Weise sogar bis zu vierzig Prozent der Rohbaukosten eingespart werden können. Rohbaukosten machen ungefähr die Hälfte der Gesamtbaukosten aus. Ein Unternehmen aus Berlin-Kreuzberg, dessen Kopf der Architekt Hervé Biele ist, hat sich auf die Planung und Montage dieser Recyclinghäuser spezialisiert.

Der Bau eines schlüsselfertigen Niedrigenergie- Hauses mit zweihundert Quadratmetern Wohnfläche, teilunterkellert, ausgestattet mit Satteldach und Laminatboden, beläuft sich laut Kostenplaner auf rund 220.000 Euro. Erheblich preiswerter als ein Leichtbauhaus ist die recycelte "Platte" also nicht, verglichen mit anderen Betonbauten ist sie dennoch günstig.