Zwei Seiten der Medaille
Das Prinzip des Damms kennt der Mensch schon seit Jahrtausenden. Im Lauf der Zeit nahmen die Bauwerke jedoch immer gigantischere Ausmaße an - nicht selten mit negativen Folgen.Drei-Schluchten-Staudamm in Südchina: Was geschieht mit dem angestauten Fluss? (Bild: Gugganij; Lizenz: Creative Commons)
Eine nützliche Idee
Das Prinzip war simpel: Geschaffen wurde ein zweieinhalb Kilometer langer Wasserweg, der einen schon vorhandenen Umleitungskanal im Nordosten der Stadt mit zahlreichen nahegelegenen Teichen verband. Vier der Teiche sollten zunächst ausreichen, um das Wasser von Niederschlägen über den neuen Kanal aufzunehmen und es in Zeiten der Not wieder abzugeben. Doch mit steigender Bevölkerungszahl und dem damit verbundenen Ausbau der Stadt waren größere Mengen des lebensspendenden Elements erforderlich. So wurde an einem der Stauseen ein fünf Meter hoher und achtzig Meter langer Damm aufgeschüttet, der das Speichervermögen des Sees erhöhte.
Der Akosombo-Damm in Ghana mit dem Volta-Stausee im Hintergrund: Mehr als 78.000 Menschen verloren ihre Heimat.
Nach diesem Prinzip aus längst vergangenen Tagen funktionieren Staudämme noch heute. Noch immer versucht der Mensch, sich die Natur nutzbar zu machen - sie "zu unterwerfen". Er baut Dämme, die den alten irgendwie gleichen - und doch ganz anders erscheinen. Heutzutage haben Staudämme gewaltige Dimensionen. Die Giganten aus Stahl und Beton haben Mauern, die mehr als dreihundert Meter hoch sind. Sie stauen große Seen mit einem Fassungsvermögen von mehreren Millionen Kubikmetern. In ihrem Innern bergen sie zahlreiche Turbinen und Generatoren; Wehre und Pumpanlagen sind selbstverständlich.
Multifunktional
Seit jeher werden Staudämme - seien es die einfachen Erdwälle von Jawa oder riesige Anlagen wie der chinesische Drei-Schluchten-Damm am Jangtse mit einer Aufstaulänge von rund 660 Kilometern - nie nur aus einem einzigen Motiv heraus erbaut. Neben den Funktionen der Trinkwasserregulierung, der Bewässerung und des Hochwasserschutzes bewegen in der modernen Zivilisatiion die bessere Schiffbarmachung der Flüsse, vor allem aber das Gewinnen von Energie mittels Wasserkraft zum Bau der Stauriesen...
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Stauwerke in der Übersicht
So genannte Absperrbauwerke stauen Gewässer. Sie werden hinsichtlich ihrer Bauart unterschieden: Die Gewichtssteinmauer ist eine stabile, gerade oder leicht gekrümmte Betonkonstruktion, die an der Basis sehr mächtig ist und mit zunehmender Höhe an Breite abnimmt. Allein durch den Eigendruck hält die Mauer den Wassermassen stand.
Die Bogenstaumauer, auch Kuppel- oder Gewölbestaumauer genannt, wird bei hohen aber nicht sehr breiten Tälern eingesetzt. Der Grundriss dieser Staumauer beschreibt einen Bogen, so dass sich das Bauwerk gegen das Wasser wölbt. Der durch das Wasser erzeugte Druck wird auf die seitlich im Berg gelegenen Fundamente abgeleitet. Daher ist die Bindung an den Fels besonders wichtig. Diese Konstruktion wird nur bei engen Tälern und stabilen Talflanken eingesetzt und kommt häufig in Österreich und der Schweiz zum Einsatz.
Die Pfeilerstaumauer benötigt weniger Material als die Gewichtsstaumauer. Betonpfeiler übernehmen die statische Funktion. Die Zwischenräume können deshalb materialsparend aufgefüllt werden. Diese Form des Stauwerks wird eingesetzt, wenn der Boden für eine Gewichtsstaumauer zu weich ist.
Staudämme im engeren Sinne sind ebenfalls Absperrbauwerke. Sie kommen in extrem breiten Tälern oder in Ebenen zum Einsatz. Im Normalfall sind sie breiter als hoch. Gestützt wird der Damm, der im Innern über einen festen Kern verfügt, beidseitig mit eingebautem Erd- oder Felsmaterial. Die Abdichtung wird an der Maueroberfläche mit Beton oder Asphalt gesichert.
So genannte Absperrbauwerke stauen Gewässer. Sie werden hinsichtlich ihrer Bauart unterschieden: Die Gewichtssteinmauer ist eine stabile, gerade oder leicht gekrümmte Betonkonstruktion, die an der Basis sehr mächtig ist und mit zunehmender Höhe an Breite abnimmt. Allein durch den Eigendruck hält die Mauer den Wassermassen stand.
Die Bogenstaumauer, auch Kuppel- oder Gewölbestaumauer genannt, wird bei hohen aber nicht sehr breiten Tälern eingesetzt. Der Grundriss dieser Staumauer beschreibt einen Bogen, so dass sich das Bauwerk gegen das Wasser wölbt. Der durch das Wasser erzeugte Druck wird auf die seitlich im Berg gelegenen Fundamente abgeleitet. Daher ist die Bindung an den Fels besonders wichtig. Diese Konstruktion wird nur bei engen Tälern und stabilen Talflanken eingesetzt und kommt häufig in Österreich und der Schweiz zum Einsatz.
Die Pfeilerstaumauer benötigt weniger Material als die Gewichtsstaumauer. Betonpfeiler übernehmen die statische Funktion. Die Zwischenräume können deshalb materialsparend aufgefüllt werden. Diese Form des Stauwerks wird eingesetzt, wenn der Boden für eine Gewichtsstaumauer zu weich ist.
Staudämme im engeren Sinne sind ebenfalls Absperrbauwerke. Sie kommen in extrem breiten Tälern oder in Ebenen zum Einsatz. Im Normalfall sind sie breiter als hoch. Gestützt wird der Damm, der im Innern über einen festen Kern verfügt, beidseitig mit eingebautem Erd- oder Felsmaterial. Die Abdichtung wird an der Maueroberfläche mit Beton oder Asphalt gesichert.



