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Feste

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Das lateinische festum - ein von profanen Tätigkeiten freigehaltener Zeitabschnitt - ist die sprachliche Wurzel des deutschen Wortes Fest. Verwandt ist der Begriff Feier (vom lateinischen feriae). Beides wiederum geht zurück auf fanum: das Religiöse. Trotz gleicher sprachlicher Herkunft ist es sinnvoll, Fest und Feier zu unterscheiden. Steht hinsichtlich des Festes der Exzess-Aspekt, das Rauschhafte, die Befreiung von den Zwängen des Alltags im Vordergrund, bilden Rituale das wesentliche Moment der Feier. Doch die Unterscheidung ist, wie Soziologen sagen, eher "idealtypisch" gemeint: Konkrete Ereignisse lassen sich nur mehr oder weniger der einen oder anderen Kategorie zuordnen. Weihnachtsfeier und Weihnachtsfest sind zwar verschiedene Dinge, können aber ineinander übergehen. Die Geburtstagsfeier hingegen ist eine Mischung aus Feier und Fest. Zum Beispiel für Firmenfeiern, mit teilweise offiziellem Charakter, sind auch deshalb gewisse Verhaltensregeln empfehlenswert: Tritt das "Rauschhafte" (im Sinne gesteigerten persönlichen Wohlgefühls) zu sehr hervor, sollte man lieber gehen.