Mümmelmann im Gras: Dass er Ostereier legt, glauben nur Städter. Dafür bringt
er es auf bis zu zwanzig Junge im Jahr.
er es auf bis zu zwanzig Junge im Jahr.
Osterbräuche
Das Ei ist Nahrung, Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. Schon bei Frühlingsfesten im alten Ägypten, in Persien, Rom und Griechenland sollen Eier gefärbt und gegessen worden sein. In der Zeit der Urchristen galt das Ei als Lebens-Sinnbild: Es hält etwas verborgen und steht in enger Verbindung zur Auferstehung Christi. Zum germanischen Ostara-Fest wurden Eier wahrscheinlich als Opfergaben vergraben.Farbe der Lebensfreude
Auch die Sitte des Bemalens reicht über viele Jahrhunderte zurück: Traditionelle Farbe des christlichen Kulturkreises war seit dem 13. Jahrhundert Rot, als Farbe des Blutes Christi, des Lebens, des Sieges und der Lebensfreude. In Osteuropa findet man eher goldfarbene Eier, als Zeichen der Kostbarkeit.
Heiliges Tier der Ostara
Natürlich glaubten auch unsere Altvorderen nicht an eierlegende Hasen. Für den Umstand, dass Ostern mit dem Hasen in Verbindung gebracht wird, gibt es viele Erklärungen: So war im alten Byzanz der Hase in der Tiersymbolik ein Zeichen für Christus. Göttinnen so unterschiedlicher Herkunft wie Aphrodite und Ostara, beide hatten mit Fruchtbarkeit zu tun, war ein Hase als heiliges Tier zugeordnet. Ihre Fruchtbarkeit beweisen die Hasen übrigens am besten selbst: Sie bringen es auf bis zu zwanzig Junge - Jahr für Jahr.
Eierlegender Hase
Wir Deutschen kennen den Osterhasen seit rund dreihundert Jahren. Zuerst tauchte er in der Pfalz auf, dann im Elsass und in Westfalen. Mehr oder weniger unbekannt war das Tier in weiten Teilen Deutschlands allerdings noch bis ins 19. Jahrhundert. Und auch danach waren es wohl eher Städter, welche die Geschichte vom eierlegenden Mümmelmann aufgriffen und weitererzählten. Für Landbewohner war das Ganze doch zu absurd.
Ein Lamm für Gott
Erst zum christlichen Osterfest - oder genauer: zum jüdischen Passah-Fest - gehört das Lamm: Jüdisch ist also ursprünglich das Ritual, im Gedenken an Gott ein Lamm zu schlachten. In der christlichen Vorstellungswelt wurde es symbolisch zum Lamm Gottes, eigentlich Christus selbst, und wird mit der Fahne, dem Zeichen des Sieges, dargestellt. Nun gibt es zu Ostern auch viele Lämmer, so dass sich eine kulinarische Vorliebe schnell entwickeln konnte...
Seite
1
| 2
Dieser Artikel gehört zum Thema
| Frühlingsbräuche | ![]() |
Infobox
Das Frühlingsfest ist in China wichtigstes Fest des Jahres. Die Familienmitglieder kehren in die Heimat zurück, um mit allen ihren Angehörigen gemeinsam zu feiern. Laut dem chinesischen Mondkalender markiert das Frühlingsfest den Beginn eines neuen Jahres. Eigentlich handelt es sich hierbei also um das chinesische Neujahrsfest, doch mittlerweile ist die Bezeichnung "Frühlingsfest" offiziell anerkannt. Über einen ganzen Monat ziehen sich die Feierlichkeiten, vom zwölften Monat des alten Mondjahres bis in die ersten Tage des neuen Jahres. Das Frühlingsfest blickt auf eine lange Geschichte zurück und hat seinen Ursprung in den Opferzeremonien für die Götter und Ahnen. So ist bis heute der erste Brauch des neuen Jahres die Ahnenverehrung. Am Ahnenaltar, auf den zuvor Wein, Speisen, Räucherstäbchen und rote Kerzen gestellt wurden, verneigt sich die Familie vor den Verstorbenen. Mit diesem Ritual verbindet sich die Hoffnung auf ein gutes neues Jahr. Danach versammeln sich die Menschen auf den Straßen, welche vom Lärm der Feuerwerkskörper und Trommeln erfüllt sind. Die werden benutzt, um böse Dämonen zu vertreiben und Glück herbei zu wünschen. Mit dem Laternenfest, am 15. Tag des ersten Mondmonats, geht das chinesische Frühlingsfest zu Ende.



