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Hochzeit
Traumhochzeit

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Das Konzil von Trient (1545 bis 1563) legte als Antwort auf die Reformation Eckpfeiler des römisch-katholischen Glaubens fest. Die Ehe wurde in diesem Zusammenhang in den Rang eines Sakraments erhoben. Nun erfolgte die rechtsgültige Eheschließung nicht mehr nach unterschiedlichen regionalen Bräuchen, sondern in einem festgeschriebenen Gottesdienst. Dieser Ritus begründete das romantisch-feierliche Bild, das im europäischen Kulturkreis allgemein mit der Hochzeit verbunden wird. Weltlichen Einfluss sicherten sich Papst Julius III. und deutsche Bischöfe auch mit der Einführung von Kirchenbüchern mit Tauf-, Trau- und Sterberegistern - ebenfalls ein Beschluss der dritten und letzten Trienter Versammlung in den Jahren 1562/63.

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Auch in der Sprache spiegelte sich der gewachsene Einfluss der Kirche auf die Ehe: Zunächst nämlich, bis ins 17. Jahrhundert, war der oder die Heirat das gebräuchliche Wort für Eheschließung, da es die Gründung des Hausstandes bezeichnete. Es entstammt einer Reihe maskuliner Wörter (Hausrat, Vorrat, Unrat), weshalb man logischerweise "der Heirat" sagte. Aufschlussreiches wussten die Brüder Grimm über das Wort geheien zu berichten. Dessen Herkunft weist unzählige Bedeutungen auf, von denen einige den bettlägerigen Vollzug der Ehe betreffen. Hoch-Zeiten hingegen standen ursprünglich, im religiösen Sprachgebrauch, für die Feste Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten.