Seite drucken

LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zum Thema

Sauna

Infobox

Beim Saunieren...
erhöht sich die normale Körpertemperatur um ein, zwei Grad, die Haut erwärmt sich um drei bis zehn Grad. Der Vorgang ist vergleichbar mit Fieber: Krankheitserreger werden zerstört, die Blutgefäße weiten sich, so dass die doppelte Menge an Blut hindurch fließen kann.

Bei zwei Saunagängen verliert der Körper fast einen Liter Schweiß. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, reichert der Körper Wasser im Gewebe an. In der Folge lösen sich Schlackenstoffe aus dem Fettgewebe und werden mit dem Urin ausgeschieden.

Das Herz wird durch die erweiterten Arterien besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die eingeatmete heiße Luft hilft, die Schleimhäute besser zu durchbluten. Zudem erhöht sich das Fassungsvermögen der Lunge durch die muskelentspannende Wirkung der Sauna, das Durchatmen fällt erheblich leichter.

Regelmäßige Saunagänge härten gegen Wetterfühligkeit ab. Unsere Muskulatur wird auf Wärme-Kälte-Reize trainiert und reagiert schneller bei plötzlichen Temperaturwechseln. Neben den positiven physiologischen Effekten haben Saunabäder vor allem auch wohltuende Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden.

Infobox

Bei der Rauchsauna...
- finnisch: Savusauna - handelt es sich um die älteste Form des finnischen Dampfbades. Der Ofen steht hier frei im Raum und hat keinen Schornstein. Deshalb zieht der Rauch durch die aufgeschichteten Steine ab, bewegt sich dann an Wänden und Decke entlang und schließlich durch eine kleine Luke ins Freie.

Mehrere Stunden dauert das Beheizen, oft muss Holz nachgelegt werden. Erst wenn das Feuer erloschen, der Rauch vollständig abgezogen ist, beginnt das Baden. Allerdings sind die Innenwände noch rußig, so dass die Bänke mit Tüchern abgedeckt werden. Heute sind Savusaunen in Finnland eine Seltenheit, nur noch jede hundertste Sauna wird auf diese Art und Weise beheizt.