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Weihnachtsbräuche

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Sinterklaas und Zwarte Pieten
Leitfigur der niederländischen Weihnachtszeit ist Sinterklaas, den man, ähnlich wie den deutschen Nikolaus, an seinem roten Talar und dem Bischofsstab erkennt. Bereits Mitte November macht sich Sinterklaas mit dem Dampfschiff auf die Reise von Spanien in die Niederlande. Seine Ankunft ist ein mediales Ereignis und wird live im Fernsehen übertragen. Begleitet wird Sinterklaas von kleinen Helfern, den so genannten Zwarten Pieten, die ihn beim Verteilen der Geschenke unterstützen.

Das Sinterklaasfest am Abend des 5. Dezember ist in den Niederlanden der Höhepunkt der Weihnachtszeit und wird besonders festlich gefeiert. Doch schon die Zeit davor ist aufregend: Zwischen Mitte November und dem 5. Dezember werden ein- bis zweimal pro Woche die Schuhe vor den Kamin oder die Tür gestellt, um sie am nächsten Morgen mit Süßigkeiten gefüllt vorzufinden. Dies verkürzt das Warten auf den so genannten Paketabend, an dem Sinterklaas die Geschenke bringt.

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Licht in der Dunkelheit
Schwedische Familien haben den 13. Dezember dick im Kalender angestrichen: An diesem Tag feiern sie das Luciafest. Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat es einen festen Platz im schwedischen Brauchtum. Auch wenn sein Name auf die heilige Lucia aus Sizilien zurückgeht, steht das Fest mehr in der Tradition heidnischer Sonnenwendfeiern - vor der Gregorianischen Kalenderreform fiel der 13. Dezember auf den Tag der Wintersonnenwende - und ist daher wenig kirchlich geprägt.

Am Vorabend des Luciatages ziehen weißgekleidete Mädchen mit einem immergrünen Kranz auf dem Kopf und Kerzen in der Hand von Haus zu Haus, singen Lieder und verteilen kleine Gaben. Am folgenden Morgen weckt die älteste Tochter im Lucia-Gewand und mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf ihre Familie, bevor alle gemeinsam die typischen Lussekatter (Safranbrötchen) und anderes Weihnachtsgebäck zum Frühstück essen.