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Käse

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Käserei in Kürze
Zur Käseherstellung verwendet man in Deutschland meist pasteurisierte, das heißt von Mikroorganismen gereinigte Milch. Durch Zugabe von Milchsäure-Bakterien oder Lab bringt man die Milch zum Gerinnen - sie wird dickgelegt.

In diesem Prozess trennt sich die Molke vom geronnenen Eiweiß, der Gallerte. Die wird nun mittels einer Käseharfe, einem Gerät mit feinen, parallel verlaufenden Drähten, in Stücke geschnitten. Das fördert die Entwässerung - die Molke löst sich weiter und der Bruch entsteht.

Die Größe der Bruchstücke hat Einfluss auf die Art des Käses: Ein fein gebrochener Käse enthält weniger Wasser und wird deshalb härter. Neben dem Brechen wird der Käse erhitzt, wiederholt geknetet und gepresst, um die restliche Molke zu entfernen. Dieser Vorgang dient auch dazu, die Käsemasse in Form zu bringen.

Der nächste Schritt ist das Salzen des Käses im Salzbad - einerseits entwässert dies weiter, andererseits dient es der Rindenbildung und Haltbarmachung. Anschließend lässt man den Käse abtropfen und lagert ihn in temperierten Gärkellern. Während der unterschiedlich langen Reifezeit bekommt der Käse seine Konsistenz und den für ihn typischen Geschmack.

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Richtiger Käsegenuss
Käse kann durch richtiges Lagern noch an Würze und Feinheit gewinnen und zu einem geKsteigerten Geschmackserlebnis führen. Am feinsten reift Käse im Laib.

Deshalb lassen Sie sich am besten eine Auswahl an der Käsetheke präsentieren und dann vom Stück abschneiden. Kaufen Sie bei frischem Käse nur Ihren Wochenbedarf - eine längere Lagerung empfiehlt sich nicht.

Zuhause muss der Käse dann sofort aus der Verpackung genommen werden, damit er atmen kann - andernfalls wird er schnell schmierig. Am besten hält sich der Käse im Kühlschrank, lichtgeschützt in einer lockeren Aluminiumfolie und in Kunststoff- oder Glasbehältern.

Seinen Geschmack entfaltet Käse aber erst bei Zimmertemperatur. Wenigstens eine Stunde vor dem Essen sollten Sie ihn deshalb aus dem Kühlschrank nehmen. Wie Sie den Käse dann essen, bleibt Ihnen selbst überlassen: Ob mit Weiß- oder Schwarzbrot, zu rotem oder weißem Wein - erlaubt ist, was schmeckt.

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Ein Käse spaltet die Nation
Gemeint ist der Harzer Roller. Der pikante Geschmack und unverkennbare Duft eines Harzers stößt nicht unbedingt auf ungeteilte Sympathie: Während die einen sich die Lippen lecken, rümpfen die anderen allein schon beim Anblick die Nase.

Ob man ihn nun mag oder nicht - der Harzer Käse ist eine deutsche Spezialität. Seine Grundzutat ist Sauermilchquark. Der entsteht, wenn Magermilch durch natürliche Säuerung oder mittels zugesetzter Reinkulturen gerinnt. Die Milchsäurebakterien spalten den Milchzucker auf und verwandeln ihn in Milchsäure, Eiweiß gerinnt und die Milch wird dick.

Der so entstandene Sauermilchquark wird danach gesalzen, geschnitten und in Form gebracht. Anschließend ruht der Käse, bis sich eine glatte, goldgelbe bis rötlich-braune Schicht auf der Haut gebildet hat. Je nach Reifegrad ist der Käseteig geschmeidig bis schnittfest - je fortgeschrittener die Reife, desto würziger ist der Geschmack des Harzers.