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Schokolade

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Erfindungen rund um die Schokolade
Seit ihrem Siegeszug im Europa des 17. Jahrhunderts haben sich zahlreiche Konditoren und Tüftler der Schokolade gewidmet. Ihr Ziel war, aus der sandig schmeckenden, krümeligen Masse ein zart schmelzendes Produkt herzustellen, wie es auch heute beliebt ist.

Den Anfang wegweisender Erfindungen machte der Schweizer Philippe Suchard; er erfand 1826 den Mélangeur, ein Gerät, das mit sich drehenden Granitwalzen die Kakaomasse geschmeidig rühren sollte. Das Endergebnis war jedoch noch recht brüchig und krümelig.

Einen Durchbruch in der Schokoladenherstellung schaffte 1828 der Holländer Coenraad Johannes van Houten mit einer Presse zur Trennung von Kakaomasse und Kakaobutter. Die so entstandene Trockenmasse ließ sich durch ihren geringen Fettgehalt leichter in Wasser lösen und machte den Trinkkakao bekömmlicher.

1879 schließlich entwickelte der Schweizer Rodolphe Lindt das Conchierverfahren: In einem erwärmten Granitbecken bewegen zwei Walzen die Schokoladenmasse hin und her, wobei sie den Kakao am Rand des Beckens hochschlagen lassen. So wird der Schokolade Feuchtigkeit entzogen, die sonst für Kristallbildung und sandigen Geschmack der Schokoladenmasse gesorgt hätte.

Das Conchierverfahren dauerte damals bis zu neunzig Stunden, doch das Resultat von Lindts Erfindung verblüffte: Erstmals war eine glänzende, geschmeidige Schokoladenmasse entstanden, die sich in jede beliebige Form gießen ließ und bis heute höchsten Genuss bereitet.