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Schokolade

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Geschmacksexperimente
Schon die Mayas wussten eine schmackhafte Tasse Kakao zu schätzen: Die gerösteten und zerstoßenen Samen der Kakaopflanze galten mit Wasser vermischt und erwärmt als Rauschmittel und Göttertrank. Besonders beliebt war der Kakaoschaum: Den gewannen die Mayas, indem sie die Kakaobrühe aus Schulterhöhe in eine Schale gossen.

Die südamerikanischen Hochkulturen liebten ihren Kakaotrunk allerdings nicht süß, wie wir ihn heute kennen, sondern herb und würzig: Chilipfeffer war besonders gefragt, auch Mais oder Paprika mischten sie dem Kakao bei.

Diesen bitteren und scharfen Geschmack mochte aber nicht jeder: In Europa hatte der Kakao erst Erfolg, als er mit Honig oder Rohrzucker gesüßt wurde. Europaweit fügten Experimentierfreudige dem Getränk verschiedene Aromastoffe zu: Jasmin, Amber, Vanille oder Zitronenschale. Auch Rosenblätter, Anis oder Nüsse wurden zum Kakao gegeben.

Heute noch sind aromatisierte Schokoladen beliebt, Chili und Meersalz liegen im Trend, Nougat und Marzipan sind längst zum Klassiker geworden. Je nach Jahreszeit erscheinen Saisonaromen auf dem Schokoladenmarkt, wie Erdbeeren im Sommer oder Zimt zur Weihnachtszeit.