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Kartoffel
Vererbung

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Gentechnik im Supermarkt
Lebensmittel, die gentechnisch veränderte (gv-) Organismen enthalten oder aus ihnen hergestellt sind, müssen entsprechend gekennzeichnet werden - so sieht es das Gesetz vor. Im Labor kreierte "Anti-Matsch-Tomaten", Bier mit gentechnisch optimierter Hefe, gv-Mais und gv-Soja gelangen demnach nur mit entsprechendem Hinweis ins Regal.

Allerdings, wer im Supermarkt nach solchen Produkten sucht, wird selten fündig. Hersteller wissen, dass genmanipulierte Lebensmittel nicht in der Gunst der Verbraucher stehen, und verzichten daher lieber auf alles, was der Kennzeichnungspflicht unterliegt.

Was der Verbraucher nicht ahnt: Dass auf einem Produkt nicht "Gentechnik" draufsteht, heißt noch lange nicht, dass es auch ohne Gentechnik hergestellt wurde! Lebensmittel, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen entstanden sind, aber keine Spuren davon enthalten, sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Nach Ansicht von Verbraucherschützern trifft das auf 50 bis 80 Prozent des Supermarktangebots zu!

Ein Beispiel: Futtermittel aus gv-Mais und gv-Soja werden heute vielerorts an Hühner, Rinder und Schweine verfüttert. Wer im Supermarkt Eier, Milch und Fleisch kauft, erfährt aber nicht, ob das Tier, von dem das Produkt stammt, gentechnisch verändertes Futter erhalten hat. Hersteller müssen das nicht angeben.

Ähnliches gilt für Stoffe, die Lebensmitteln zugesetzt werden (Aromen, Vitamine) oder die in der Herstellung zum Einsatz kommen (Enzyme). Auch sie können aus gv-Organismen gewonnen oder im Bio-Reaktor mit Hilfe genmanipulierter Mikroorganismen erzeugt worden sein. Ebenfalls ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind "zufällige, technisch unvermeidbare" Beimischungen mit gv-Material bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent der jeweiligen Zutat.

Für mehr Transparenz dem Verbraucher gegenüber soll das im Mai 2008 eingeführte Siegel "Ohne Gentechnik" sorgen, für das sich Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner stark gemacht hat. Produkte mit dem "Aigner-Logo" sind frei von gv-Zutaten und ohne die Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen entstanden.

Völlige Gentechnikfreiheit gibt es allerdings auch hier nicht: Rinder müssen lediglich die letzten zwölf Monate vorm Schlachten gentechnikfreies Futter gefressen haben, damit ihr Fleisch das Logo bekommt; auch für andere Tiere und tierische Produkte gelten solche Fristenregelungen; ebenfalls toleriert werden besagte "unvermeidbare" Beimischungen. Kritiker bezeichnen das Logo darum gern als "Mogelpackung" und "gesetzlich legitimierte Verbrauchertäuschung".

Einen anderen Weg der Verbraucherinformation geht Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation setzt auf freiwillige Verpflichtungen von Herstellern, auf Gentechnik in der Lebensmittelerzeugung zu verzichten. Ein Einkaufsratgeber gibt Auskunft darüber, welche Firmen gentechnikfrei produzieren, welche Firmen auf dem Weg dahin sind und welche Produzenten weiter mit Gentechnik arbeiten.

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Polymere...
chemische Verbindungen, die aus vielen identischen Bausteinen (so genannten Monomeren) bestehen. Oft bilden sie lange Molekülketten oder baumartige Strukturen, die in Knäuelform auftreten und daher eine hohe Elastizität aufweisen. Polymere, die in der Natur vorkommen, heißen Biopolymere - dazu gehören zum Beispiel die DNA, Eiweiße, Lipide und pflanzliche Stärke.

Künstliche Polymere, vor allem Kunststoffe, werden für zahlreiche Zwecke eingesetzt, unter anderem als Verpackungen, in Textilien und als High-Tech-Materialien. Durch Zusätze und Änderungen in der Zusammensetzung lassen sich die Eigenschaften solcher Polymere fast beliebig variieren: Farbe, Stärke, Elastizität, Gewicht, Feuerfestigkeit können im Labor "maßgeschneidert" werden.