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Altmark

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Steckbrief Altmark
Die Altmark im Norden Sachsen-Anhalts besteht aus dem Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel. Mit einer Fläche von über 4.700 Quadratkilometern fast doppelt so groß wie das Saarland, zählt die Altmark zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands: nur rund 244.000 Menschen leben hier. Die größte Stadt Stendal hat rund 42.000 Einwohner.

Die Altmark ist vor allem durch Landwirtschaft geprägt. Zurzeit gewinnt die Nutzung und Veredlung von Biomasse an Bedeutung; zahlreiche Biogasanlagen wurden in den letzten Jahren gebaut. Daneben schaffen holzverarbeitende Industrie, Lebensmittelindustrie sowie Zulieferbetriebe für die Automobilindustrie Arbeitsplätze.

Allerdings nicht genug: Noch immer gilt die Altmark als wirtschaftlich unterentwickelt, die Arbeitslosenquote liegt bei rund 13,5 Prozent. Erschwert wird die Neuansiedlung von Unternehmen durch infrastrukturelle Standortnachteile, etwa die schlechte Anbindung an Fernverkehrsstraßen und die unzureichende Breitbandversorgung.

Zugewinne macht die strukturschwache Region jedoch in Sachen Tourismus. Mit ihrem Wald- und Wasserreichtum ist die Altmark ideales Ziel für aktive Urlauber, die gern wandern, reiten, Fahrrad fahren oder segeln. Wer Flora und Fauna entdecken will, wird in Naturschutzgebieten wie dem Niedermoor des Drömling, in der Colbitz-Letzlinger Heide, den Elbauelandschaften oder am Arendsee fündig.

Aber auch Kulturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten: Zahlreiche überregionale Routen wie die Deutsche Fachwerkstraße, das Grüne Band oder die Straße der Romanik durchziehen die Region. Bemerkenswert ist die Vielzahl romanischer Dorfkirchen: Mit über vierhundert dieser Gotteshäuser weist die Altmark eines der dichtesten Netze romanischer Bauwerke in Deutschland auf.

Wer sich neben sakraler Pracht und städtischem Stolz für die bäuerliche Kultur der Altmark interessiert, sollte dem Freilichtmuseum Diesdorf einen Besuch abstatten: die nach alten Vorlagen errichteten Bauernhäuser, die Dorfschmiede, das Backhaus, die Mühle und der altmärkische Kräutergarten vermitteln einen Eindruck vom Leben in der Zeit zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert.

Überall in der Altmark stößt man auf Spuren der Familie Bismarck. Ab dem 13. Jahrhundert spielten sie in Stendal als Stadtschulzen und Münzmeister eine bedeutende Rolle. 1815 wurde der berühmteste Spross des weit verzweigten Clans in Schönhausen an der Elbe geboren: Otto von Bismarck brachte es vom Deichhauptmann zum Reichskanzler. Das Bismarck-Museum Schönhausen zeigt rund 160 Exponate aus dem Nachlass des Staatsmanns.