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Aquarium

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Schauaquarien...
erfreuten sich besonders um die Mitte des 19. Jahrhunderts weltweiter Beliebtheit. Wie das 1853 eröffnete Londoner Fish House und das Grand Aquaria in Boston entsprachen sie anfangs allerdings eher gewöhnlichen Ausstellungshallen, in denen die Besucher mehrere dicht aneinander gereihte Becken bewundern konnten.

Das 1860 fertig gestellte Aquarium im Pariser Jardin d’acclimatation war das erste begehbare seiner Art: Ein langer überdachter Gang, den zu beiden Seiten Glasbecken flankierten. Der französische Publizist Arthur Mangin lobte den Bau als "Theater ... des unterseeischen Lebens in seiner Wirklichkeit".

Gegen Ende der 1860er Jahre begann die Ära der Rund- oder Grottenaquarien. In New York, London, Wien, Hamburg oder Berlin entstanden jetzt Nachbauten und Weiterentwicklungen des Pariser Modells. Das großstädtische Bürgertum ließ sich von Unterwasserlandschaften faszinieren, so wie es alternativ auch die großen Panorama-Gemälde aufsuchte. Es war das Zeitalter der dunklen Kabinette, in denen man dank visueller Tricks in ferne Realitäten eintauchen konnte.

Moderne Schauaquarien, ob in Lissabon, Rotterdam oder Atlanta, haben meist einen gänzlich anderen Effekt: Sie versetzen ihre Besucher in eine Wasserwelt, die in ihrer Artenvielfalt und Lebenspracht leider nicht mehr der Realität entspricht.

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Aufwändiges Hobby
Dass sich die Pioniere der Aquaristik vor allem der Erforschung von Meereslebewesen verschrieben, mag auf den ersten Blick nahe liegend erscheinen. Der Reiz, ein Stück Meer nach Hause zu holen, ist eben groß.

Noch heute ist die Meerwasseraquaristik sowohl technisch als auch finanziell aufwändig: Die Haltung von Kaiserfischen, Doktorfischen, Korallen und Krebsen setzt die Aufbereitung von Leitungswasser mit einem Meersalzgemisch voraus. Außerdem sind Geräte wie Strömungspumpen, Beleuchtungen und Filter regelrechte Stromfresser.

Die populärere Süßwasseraquaristik kommt mit weniger Technik, kleineren Becken und geringeren Unterhaltskosten aus. Diese Vorteile sollten Einsteiger jedoch nicht über den Pflegeaufwand hinwegtäuschen. Jedes Aquarium ist ein sensibles Ökosystem, das auf geringste Veränderungen reagiert.

Für die Haltung von Zierfischen gibt es deshalb Richtlinien, die 1998 in einem Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fixiert wurden.