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Brot
Backen

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Vom Brei zum Brot
Bevor die Menschen auf die Idee kamen, zerquetschte Getreidekörner und Wasser zu verrühren, aßen sie die Körner roh. Doch das schmeckte nicht so recht, nicht mal geröstet, und war außerdem noch schwer verdaulich. Die Erfindung des Breis bedeutete da schon einen Quantensprung in der Haute Cuisine, denn der konnte mit Zutaten wie Honig, Beeren und Pilzen abwechslungsreich gestaltet werden.

Eine Unachtsamkeit war wahrscheinlich die Ursache für die Erfindung des Brotes, denn, bäckt der Brei auf einem heißen Stein fest, so entsteht ein Fladenbrot. Und wird der Teig nicht sofort verbacken, dann entsteht durch Teiggärung der lockere Sauerteig. Historiker datieren die Entdeckung des Brotbackens auf die späte Jungsteinzeit vor fast sechstausend Jahren.

Im Laufe der Jahrtausende wurden die Rezepturen immer mehr verfeinert. In unseren Gefilden ist der Bäckerberuf bereits seit der Zeit Karls des Großen (768 bis 814) belegt. Zu Zünften, die "Brotfrevler" streng bestraften und für die Ausbildung der Lehrlinge sorgten, schlossen sich Bäcker im 12. Jahrhundert zusammen. Es entstanden Spezialisierungen wie die der Schwarz- und Weißbäcker oder der Lebküchner und Pfefferküchler. Aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen Bäcker noch heute Ideen für die über dreihundert Brotsorten und mehr als tausend Kleingebäcke, die sie in Deutschland produzieren.