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Camping

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Mobile Heimeligkeit
Der Wohnwagen ist älter als das moderne Camping. Schon Marco Polo erzählte im 13. Jahrhundert von einem tatarischen Häuptlingszelt auf Rädern, das 22 Ochsen zogen. Den ersten neuzeitlichen und voll eingerichteten Wohnwagen dürfte aber Napoleon besessen haben. Dessen Biograf Friedrich Sieburg schreibt von einem Wagen, der mit Schlaf- und Sitzgelegenheit ausgestattet war, sowie Bücherregalen und Schreibtisch.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten dann englische Dandys die Vorzüge von Wohn- und Reisewagen. Britische Firmen spezialisierten sich auf den Bau luxuriös ausgestatteter Wohnkutschen, die bald den Namen Caravans bekamen. 1907 gründeten begeisterte Caravaning-Anhänger den ersten britischen Caravan-Club.

Mit dem Aufkommen des Automobils vergrößerte sich auch die Nachfrage nach Wohnwagen - schließlich konnte man sie jetzt einfach an ein Auto hängen, statt ein Pferdegespann verpflegen zu müssen. 1930 existierte bereits eine ausgeprägte Caravan-Kultur in Großbritannien und in den USA, inklusive einem ausgebauten Netz von Wohnwagen-Stellplätzen.

1931 baute Arist Dethleffs den ersten deutschen Wohnwagen - auf Wunsch seiner Verlobten. Schnell fanden sich so viele Interessenten bei ihm ein, dass Dethleffs eine Firma gründete und seinen Wohnwagen in Serie baute. Andere deutsche Bastler und Tüftler zogen nach. Mit dem Wirtschaftswunder kam dann der endgültige Durchbruch - der Wohnwagen wurde für viele zum Inbegriff von Freiheit und Selbstbestimmung.