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Camping

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Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt...
heißt ein deutscher Film von Slátan Dudow und Bertolt Brecht aus dem Jahr 1932. Er spielt zur Zeit der Weltwirtschaftskrise und zeigt den Zeltplatz Kuhle Wampe in Berlin als Rückzugsort armer und arbeitsloser Stadtbewohner. Der Film war politisch motiviert und sollte den Weg des Arbeiters aus dem Elend der Wirtschaftskrise in die Gemeinschaft des Zeltlagers zeigen, wo er sich schließlich mit anderen zusammenschließt, um für einen sozialistischen Umschwung zu kämpfen.

Während der gesamten Produktion musste sich das Filmteam gegen Repressionen wehren: NS-Schlägertrupps bedrohten die Dreharbeiten und die Zensurbehörden der Weimarer Republik verboten die erste Schnittfassung, da sie Armut und Elend der Menschen zu deutlich zeige und damit "den Reichspräsidenten, die Justiz und die Religion beleidigen" würde. Viele der Laiendarsteller des Filmes waren tatsächlich Bewohner des Zeltplatzes, die sich durch den Film einige Mark oder wenigstens ein warmes Essen verdienten.

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Urlaub unter der Hand
Zelten in der DDR war eine bürokratische Angelegenheit, Urlaub eine zentral verwaltete Dienstleistung. Hauptsächlich zuständig war der FDGB, der in beliebten Urlaubsgebieten Villen und Ferienheime zunächst mietete und später per Zwangsenteignung in Besitz nahm. Da der Plan "Urlaub für alle" vorsah, verteilte der FDGB so genannte Urlaubsschecks in den Betrieben, mit denen Arbeiter nur ein Drittel der Urlaubskosten selbst zahlen mussten - zwei Drittel zahlten Betrieb und Staat.

Vor dem staatlich finanzierten Urlaub stand allerdings die Genehmigung durch die für den Betrieb zuständige Gewerkschaftsleitung. Bald begannen größere Betriebe, eigene Ferienheime und Zeltplätze einzurichten. Auch private Clubs, Vereine oder einzelne Ortschaften legten mit der Zeit Campingplätze an. Alle Plätze mussten offiziell gemeldet sein, Stellplatzgenehmigungen gab es nur über eine zentrale Verwaltungsstelle.

Schnell entwickelte sich jedoch eine Art Tauschhandel - so war es üblich, dass etwa ein Kombinat in Karl-Marx-Stadt seinen Zeltplatz einem Betrieb in Polen überließ. Im Gegenzug durfte die deutsche Belegschaft auf einem polnischen Zeltplatz Urlaub machen. Auch privat wurde gehandelt - musste etwa eine Wasserleitung geflickt oder eine neue Laube verkabelt werden, erhielt der privat herbeigerufene Handwerker zum Beispiel ganz unbürokratisch einen privaten Stellplatz als Gegenleistung.