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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Fernsehen

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Punkt für Punkt
Die Idee für sein Elektrisches Teleskop hatte Paul Nipkow (1860 bis 1940), als er mit zusammengekniffenen Augen in das flackernde Licht einer Kerze blickte: Aus dem vollständigen Bild schimmerten nur noch einzelne Strahlen, die in viele kleine Lichtteilchen zerlegt waren, heraus - und ergaben dann wieder ein klares Ganzes. Müsste es nicht möglich sein, ein Bild, in lauter Punkte geteilt, in die Ferne zu übertragen?

Ergebnis seiner Überlegungen war die später nach ihm benannte Nipkowscheibe. Dabei handelt es sich um eine rotierende, mit spiralförmig angeordneten Löchern versehene Scheibe, mit deren Hilfe Bilder in Hell-Dunkel-Signale zerlegt und wieder zusammengesetzt werden können.

Und so funktioniert Nipkows Konstruktion: Die Scheibe wird vor dem aufzunehmenden Gegenstand in Drehung versetzt. Durch die Löcher gelangen nacheinander Lichtstrahlen von der Seite des Gegenstandes auf sich hinter der Scheibe befindliche photoelektrische Zellen.

Diese Zellen, sie bestehen aus dem chemischen Element Selen, wandeln die Lichtpunkte in elektrische Impulse, sprich Bildsignale, um und speisen damit eine Glühlampe. Eine sich synchron drehende Scheibe projiziert schließlich das heller oder dunkler werdende Licht der Glühlampe auf eine Projektionsfläche und lässt dort ein zeilenweises Abbild des zuvor aufgenommenen Gegenstandes entstehen.

Die Scheibe muss sich dabei so schnell drehen, dass das Auge durch seine Trägheit den Punkt- und Zeilenwechsel nicht wahrnehmen kann. Aus diesem Grund gelangte die Fernsehentwicklung nach dem Nipkow-Prinzip aber auch an ihre Grenzen: Die Bildqualität des "mechanischen" Fernsehens war schlecht, es flimmerte stark und Details waren nicht zu erkennen.

Zur Bildaufzeichnung wurde die Nipkowscheibe noch einige Zeit verwendet, auf der Empfängerseite jedoch wurde sie schon bald durch die Elektronenstrahltechnik abgelöst.

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Einschaltquote
Jeden Morgen schlägt für Programmchefs in Fernsehsendern, für TV-Produzenten und für Planer in Werbe- und Mediaagenturen die Stunde der Wahrheit: Am Tag nach der Ausstrahlung des Programms übermittelt die GfK-Fernsehforschung noch vor 9.00 Uhr die Fernsehnutzungsdaten. Die täglich ermittelten GfK-Daten geben Auskunft über die Art der Nutzung aller in Deutschland empfangbaren Sender.

Nach einem statistischen Verfahren wird ein verkleinertes Abbild der deutschen Fernsehhaushalte gebildet, das so genannte Panel (= wiederholte Befragung identischer Personen in Zeitabständen). Ausgewählte Panelhaushalte haben sich bereit erklärt, an der Fernsehforschung teilzunehmen. Dazu wird ein spezielles Messgerät installiert, das GfK-Meter, das sekundengenau die Fernsehnutzung aller Haushaltsmitglieder ab drei Jahren misst.

Die Fernsehnutzungsdaten des Panels werden dann auf alle deutschen Fernsehhaushalte hochgerechnet. Das Fernseh-Panel besteht aus 5.640 privaten Haushalten mit etwa 13.000 Personen. Damit ist es das weltweit größte Panel der Fernsehzuschauerforschung. Die Größe des Fernsehpanels erlaubt Programmplanern und der Werbewirtschaft exakte Zielgruppenanalysen.