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Kartografie
Landschaftsgemälde waren nicht die einzige Möglichkeit, Fortschritte in Geografie und Wissenschaft in der frühen Neuzeit bildlich darzustellen. Parallel dazu nahm die Kartografie einen immer größeren Raum ein. Wegweisend war die 1507 von Martin Waldseemüller zusammen mit Matthias Ringmann herausgegebene Weltkarte, die als Novum den Kontinent Amerika verzeichnete.

Auf der Grundlage zunehmender geografischer Kenntnisse von der Welt und der Entstehung des Buchdrucks wurde die Herstellung von Karten und Atlanten schon bald zu einem eigenständigen Gewerbe. Auch hier waren die Niederländer, wie schon in der Malerei, wegweisend.

Es dauerte nicht lange, bis Stadtansichten und -pläne hinzukamen und den Bedürfnissen umherreisender Kaufleute Rechnung trugen. Die große Zeit der Landvermesser und Kartografen war allerdings das 19. Jahrhundert, als erstmals genaue topografische Landesaufnahmen im modernen Sinn entstanden.