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Küche

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Gemüseschäume und heißes Eis
Ein Kocherlebnis der anderen Art garantiert die Molekularküche des spanischen Profi-Kochs Ferran Adrià. Hier wird die traditionelle Essenszubereitung durch andere chemische und physikalische Vorgänge ersetzt. Unter Zuhilfenahme von flüssigem Stickstoff, Calciumchloridlösungen, Xanthan und weiteren Ingredienzien entstehen Schäume aus Gemüse, heißes Eis, das beim Abkühlen im Mund schmilzt, oder Bonbons aus Olivenöl. Für den Hausgebrauch ist die Molekularküche, die eher an Moderne Kunst erinnert, allerdings nicht geeignet.

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Die Frankfurter Küche
Bestrebungen, die Hausarbeit zu erleichtern, reichen über achtzig Jahre zurück. Gaben Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts noch unhandliche, schwere Küchenmöbel den Ton an, entwarf die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky in den 1920er Jahren die Frankfurter Küche - den Vorläufer späterer Einbauküchen. Erstmals waren Herd, Spüle, Aufbewahrungsschränke und Arbeitsplatte in einer kompakten Küchenzeile zusammengefasst, um die Handlungsabläufe in der Küche zu rationalisieren. Die dadurch gesparte Zeit sollte die Hausfrau in ihre Familie investieren.

Breite Anwendung fand die Frankfurter Küche im Zuge des aufkommenden Massenwohnungsbaus: Beengte Wohnverhältnisse verlangten nach einem neuen Küchenkonzept. Daher wurde Schütte-Lihotzkys Modell schon bald als Maßanfertigung gebaut, der Preis dafür einfach auf die Miete aufgeschlagen. Allerdings war die Küche nur für eine Person konzipiert, was Frauenrechtlerinnen später kritisierten: so habe die Frankfurter Küche die Frauenarbeit nicht aufgewertet, sondern zur Isolation der Frau beigetragen.