Schnitzeljagd mit GPS
Ganz unbehelligt von juristischem Hickhack tummeln sich Schatzsucher der neuesten Generation in Städten und Wäldern. Den so genannten Geocachern geht es nicht darum, was sie finden, sondern darum, wie sie es finden.Im geheimen Versteck, auf Englisch cache, finden sich skurrile Dinge: Es sind keine Relikte vergangener Kulturen, sondern banale Sachen wie Plastikmedaillen oder Schnürsenkel - natürlich wasserdicht in Behältern untergebracht. Versteckt werden diese ungewöhnlichen Schätze von Gleichgesinnten. Aber wie findet man eine solche "Kostbarkeit", wenn doch Metalldetektoren nicht auf Plastik reagieren? Des Rätsels Lösung nennt sich GPS (Global Positioning System), das satellitengestützte System, mit dem man jeden Punkt dieser Erde genau ansteuern kann. Seit Jahren schon existieren mobile Geräte, mit denen sich die Geocacher auf die Suche machen.
Versteck im ewigen Eis
Anleitungen, wo und wonach gesucht werden soll, gibt es im Internet. Auf rund 800.000 wird die Anzahl der aktiven Verstecke Anfang 2009 geschätzt, und das in 220 Ländern. Allein in Deutschland beläuft sich die Zahl auf rund 44.000. Doch es wäre viel zu einfach, würde man von vornherein die GPS-Koordinaten des Verstecks angeben. So etwas ist höchstens dann die Initiative wert, wenn es sich um einen außergewöhnlichen Ort handelt: Zum Beispiel gibt es einige caches in der Antarktis; eine andere Aufgabe fordert, den Namen eines Schiffs herauszufinden, das einst zwischen Tonga und Neuseeland gesunken ist.
Der Weg zum "Schatz"
In der Regel läuft alles so ab: Der Hinweis aus dem Internet gibt den Schatzsuchern GPS-Koordinaten für den Ausgangspunkt an. Dieser ist mal näher oder mal weiter vom "Schatz" entfernt, je nach Schwierigkeitsgrad. Der erhöht sich auch, wenn der Weg zum Versteck über andere Verstecke führt, in denen die Geocacher verschlüsselte Botschaften finden. Dann sind Spürsinn, Geschick und Denkvermögen gefragt. Geländemerkmale spielen dabei genauso eine Rolle wie Hausnummern, Verkehrsschilder oder Blumentöpfe auf einer Fensterbank. Und bei allem darf der GPS-Empfänger nicht vergessen werden, denn dessen Angaben laufen am Ende immer auf die Angabe bestimmter Koordinaten aus - die des Verstecks.
Mit wachem Blick
Geocaching trifft, so glauben Fans, den Wesenskern der Schatzsuche. Hier ist der Weg das Ziel, der Schatz ist Nebensache. Den "Kostbarkeiten" liegt meist ein kleines Buch bei, in das sich der Finder einträgt. Und es ist Usus, dass der, der etwas nimmt, auch wieder etwas zurücklegt. Was anfangs eine Spielerei von Computer- und Technikfreaks war, hat sich mittlerweile zu einer Subkultur gemausert. Immer öfter verbinden Menschen den sonntäglichen Spaziergang mit dem Reiz des Suchens und Findens, mit wachem Blick auf die Gegend und mit dem GPS-Empfänger in der Hand.
Jochen Bast (27.03.2003/aktualisiert 03.06.2009)
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Metalldetektoren...
dienen dem Finden von Metallteilen und elektrischen Leitern. Doch wie funktioniert das ganze? Bei Annäherung an Metall wird die Änderung des elektrischen Widerstands (Impedanz) oder der Magnetfeldenergie (Induktivität) einer elektrischen Spule elektronisch ausgewertet und auf einer Skala sichtbar oder durch Anschlagen eines Signalgebers ab einem bestimmten Schwellenwert hörbar gemacht.
Gerät Metall in die Reichweite der Suchspule, steigt (bei Eisen, Nickel) oder fällt (bei Kupfer, Aluminium) die Induktivität. Die Richtung der Änderung wird als Leitwert des Metalls bezeichnet und gibt so einen Hinweis auf die Metallart. Metalldetektoren kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise an Flughäfen zur Personenkontrolle, um Leitungen in Wänden zu finden oder auch bei der Schatzsuche.
dienen dem Finden von Metallteilen und elektrischen Leitern. Doch wie funktioniert das ganze? Bei Annäherung an Metall wird die Änderung des elektrischen Widerstands (Impedanz) oder der Magnetfeldenergie (Induktivität) einer elektrischen Spule elektronisch ausgewertet und auf einer Skala sichtbar oder durch Anschlagen eines Signalgebers ab einem bestimmten Schwellenwert hörbar gemacht.
Gerät Metall in die Reichweite der Suchspule, steigt (bei Eisen, Nickel) oder fällt (bei Kupfer, Aluminium) die Induktivität. Die Richtung der Änderung wird als Leitwert des Metalls bezeichnet und gibt so einen Hinweis auf die Metallart. Metalldetektoren kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise an Flughäfen zur Personenkontrolle, um Leitungen in Wänden zu finden oder auch bei der Schatzsuche.




