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Badeseen
Strandleben

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Kein leichtes Unterfangen war der Bau der Therme. Kleine Badestuben konnte man noch leicht in die Stadtstruktur integrieren, große Thermen bereiteten hingegen einige Probleme. Bauplatz war knapp, im Zentrum oder in bevorzugten Stadtlagen kaum zu bekommen. Da die Badeanstalten günstig liegen und dazu repräsentativ wirken sollten, wurden neue Gebäude in jede freie Lücke hineingequetscht.

Zum Platzproblem gesellte sich ein zweites: Wie an Wasser kommen? Mit Hilfe vieler riesiger Aquädukte gelang es findigen Ingenieuren allerdings, Wasser im Überfluss nach Rom zu leiten. Ausgeklügelte Zentralheizungen versorgten die Bäder mit heißer Luft. Die so genannten Hypokausten heizten die Räume von unten. Der Boden der Therme wurde auf Stützen aus Backsteinen gebaut, so dass ein Hohlraum darunter entstand. Tonröhren und Luftkanäle leiteten die heiße Luft, die in einem zentralen Ofen erzeugt wurde, in die jeweiligen Räume.

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Die Schlösser des 17. und 18. Jahrhunderts dürfte ein merkwürdiger Geruch durchströmt haben. Die Vorstellung von Hygiene wich weit von dem ab, was heute selbstverständlich ist. Wasser schrieb der Volksmund unheimliche Eigenschaften zu: Es öffne die Poren der Haut, weiche den Körper bis ins Innerste auf und ließe damit alle Arten von Krankheitserregern eindringen.

Baden schien gesundheitsschädlich. Stattdessen rieb sich die höhere Gesellschaft lieber trocken oder mit einem parfümierten Tuch ab und puderte stark nach, um jeden Rest von Feuchtigkeit zu eliminieren. Die Angst vor dem Wasser stammte aus den Badehäusern des Mittelalters, die sich bis ins 16. Jahrhundert immer mehr zu Bordellen gewandelt hatten. Dass die Übertragung von Krankheiten eher vom wechselhaften Liebesspiel als vom Wasser kam, war für die damalige Zeit nicht vorstellbar. Auch Düfte hielt man für fähig, Krankheiten zu übertragen.

Immerhin wechselte der auf Sauberkeit bedachte Adelige nunmehr täglich seine Unterwäsche - im Mittelalter war noch einmal im Monat üblich. Schlechte Gerüche galten ebenso als schädlich, konnten aber durch andere Düfte neutralisiert werden. So war das Parfüm in der besseren Gesellschaft praktisch überall. Puder, Haare, Kleider, Tücher, Unterwäsche - alles musste stark parfümiert und mehrmals täglich mit Duftwasser aufgefrischt sein.

Die Toilettensitten waren allerdings weniger schlimm als oft erzählt. Zwar gab es keine Toiletten, doch hatte jeder Adelige einen Diener, der einen Keramiktopf trug, in dem jederzeit die Notdurft verrichtet werden konnte - ohne jede Scham auch in der Öffentlichkeit. Wer viel auf sich hielt, besaß einen so genannten Kackstuhl, in dem, unter einem Loch in der Sitzfläche, der Abort-Topf gleich fest angebracht war.