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Traumschiff

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Die Great Eastern
Es war ein gigantisches Projekt. Isambard Kingdom Brunel (1806 bis 1859), der als Architekt bereits den Bahnhof Paddington Station in London entworfen hatte, plante den Bau eines riesigen Eisenschiffes: Die Great Eastern sollte fünfmal so groß sein wie das bis dahin größte existierende Schiff, rund viertausend Menschen Platz bieten und über mehrere Schaufelräder sowie sechs Segelmasten verfügen. Eine komplette Erdumrundung sollte gelingen, wobei das Schiff nur einmal mit Kohle zu beladen wäre.

Über zweitausend Arbeiter waren drei Jahre damit beschäftigt, die etwa dreißigtausend Eisenplatten zu vernieten. Brunels Materialbedarf war so groß, dass der Weltmarktpreis für Eisen spürbar anstieg. Nachdem die Great Eastern 1858 tatsächlich vom Stapel lief, kam es zu mehreren Unfällen und Havarien. Daraufhin gingen die Passagierbuchungen zurück, was den Luxusliner zum wirtschaftlichen Misserfolg werden ließ.

Das Schiff kam unter den Hammer und wurde von Cyrus W. Fields, einem amerikanischen Großindustriellen, für 25.000 Pfund ersteigert. Fields ließ die Great Eastern umbauen und verlegte mit ihr 1866 das erste Telegraphenkabel zwischen Europa und Amerika.

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Rekordhalter auf See
Schon dreimal hatten Schiffe der Royal Caribbean Cruise Line seit 1988 den Titel des größten Passagierschiffes der Welt inne - das vierte stellte die Reederei im April 2006 in Dienst: die Freedom of the Seas. Sie ist 339 Meter lang, 56 Meter breit und verfügt über 18 Decks. Bis zu 4370 Passagiere finden in 1817 Kabinen Platz; 1401 Besatzungsmitglieder kümmern sich um Schiff und Gäste. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Einkaufszentrum, ein Surfpark mit "stehender Welle" und ein Minigolfplatz.

Seit Mai 2007 kreuzt ein identisches Schwesterschiff in der Karibik, ein weiteres folgte im April 2008. Längstes Kreuzfahrtschiff der Welt ist die Queen Mary 2: sie ist sechs Meter länger als die Freedom, nimmt jedoch nur bis zu 2.620 Gäste auf. Beide Schiffe werden ihre "Titel" im Herbst 2009 abgeben, wenn die Oasis of the Seas (360 Meter lang, 5.400 Passagiere) den Dienst aufnimmt.