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Die Romanik...
war die erste große europäische Kunst- und Geistesrichtung nach dem Untergang des Römischen Reiches. Überall in Europa entstanden ab ungefähr 950 bis etwa 1250 Klöster, Kirchen und Kathedralen, deren typische bauliche Merkmale Rundbögen und dicke Mauern mit kleinen Fenstern sind. Fantasievolle Skulpturen, wie Heilige, Teufel, Bestien oder Mischwesen, symbolisieren die Spiritualität der Zeit, geistige Verzückung und Sinnlichkeit.

Die Epoche der Romanik war eine Welt des Glaubens, sakrale Bauwerke waren Mittelpunkt des Lebens. Ihre Größe sollte die Allmacht Gottes und die Stärke des Christentums verdeutlichen. Vor allem die prächtigen Kathedralen vermittelten den Gläubigen das Gefühl, in der Höhe, am Horizont, würde das Irdische mit dem Göttlichen, die Endlichkeit mit der Unendlichkeit verschmelzen. Seit etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts begann dann die Gotik die Romanik zu überlagern und allmählich abzulösen.