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Traumstraßen

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Route 66
Die einst 3.939,67 Kilometer lange Route 66 ist heute nur noch auf Teilstücken befahrbar. Neben dem Lincoln-Highway war sie die erste durchgehende Verbindung zur Westküste. 1926 wurde die Straße parallel zur bestehenden Eisenbahnlinie gebaut und verläuft - im Unterschied zu den meisten anderen schachbrettartig angelegten Straßen - diagonal durch die USA.

Die ersten Drive-in- und Fast-Food-Restaurants sowie Motels entstanden entlang der legendären Straße. Auch das weltweit erste MacDonalds-Restaurant eröffnete hier: am 15. Mai 1940 im kalifornischen San Bernardino.

Nach dem Vorbild der Autobahnen, die der Ex-General und spätere US-Präsident Eisenhower 1945 in Deutschland kennengelernt hatte, wurde die Route 66 allmählich durch mehrspurige und kurvenarme Fernstraßen ersetzt.

Das längste und schönste noch heute befahrbare Teilstück der Route 66 (Historic Route 66) verläuft durch Arizona zwischen den Ortschaften Seligman, Kingman, Oatman und dem Colorado-Ufer bei Topock.

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Kaum ein Roman...
beschreibt den Massenexodus aus dem von jahrelanger Dürre und Sandstürmen heimgesuchten Mittleren Westen anschaulicher als John Steinbecks Früchte des Zorns. Etwa 210.000 Farmer zogen in den 1930er Jahren über die Route 66 gen Kalifornien, um dort Arbeit zu finden. Was sie erwartete, waren Ausbeutung, Anfeindung und Hunger.

Mittelpunkt des Romans ist die aus Oklahoma stammende Farmerfamilie Joad, die von Großgrundbesitzern wegen nicht beglichener Schulden von ihrem Land vertrieben wird. Auf einem schrottreifen Lkw schafft es die Familie bis nach Kalifornien. Endstation ist allerdings ein Migrantenlager, in dem die Familie allmählich auseinanderbricht.

Als John Steinbeck seinen Roman unter dem Originaltitel The Grapes of Wrath 1939 veröffentlichte, folgten Verbote und sogar Bücherverbrennungen. Dennoch erhielt Steinbeck ein Jahr später den Pulitzer-Preis und 1962 den Nobelpreis für Literatur. Schon im Jahr 1940 verfilmte Regisseur John Ford das Buch.