Viva España
Meist kurvenreich und fast durchweg eng windet sich die Bundesstraße N260 durch die spanischen Pyrenäen. Die nicht immer ungefährliche Fahrt belohnt mit grandiosen Ausblicken.Grandiose Bergkulisse: in den spanischen Pyrenäen gibt es Natur pur zu erleben. (Foto: Yvonne Schmidt)
Quer durch die Pyrenäen
Das zumindest ist die Erfahrung zweier junger Damen, die sich im Sommer 2008 aufmachten, um die im Reiseführer gepriesenen "schroffen Felsen, vereisten Gipfel und wilden Schluchten" mit eigenen Augen zu sehen. Ihr Plan: in vierzehn Tagen einmal quer durch die Pyrenäen und wieder zurück.
Erlebnisreiche Natur
Wer Urlaub in den Pyrenäen macht, sucht das Erlebnis in und mit der Natur. Und die lässt sich nirgendwo besser erleben als in den an der N260 gelegenen Nationalparks. Als Herz der Pyrenäen gilt der 1917 gegründete, über 150 Quadratkilometer große Parque Nacionale de Ordesa. Gewaltige Täler mit gigantischen Felswänden und imposante Wasserfälle locken im Sommer aber leider nicht nur ein paar zivilisationsmüde Urlauberinnen aus Deutschland an, sondern - wie es schien - halb Spanien.
Gespenstige verlassene Weiler
Wesentlich einsamer sind dagegen die an der N260 zwischen Fiscal und Boltaña gelegenen Geisterdörfer. Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts verließen viele Bewohner des Hoch-Aragon ihre Dörfer, um ein neues Leben in den Städten zu beginnen - eine Entwicklung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Was bleibt, sind gespenstige verlassene Weiler, deren Atmosphäre die Herzen gruselbegieriger Touristen höher schlagen lässt.
Allein mit der Natur
Zu ausgiebigen Erkundungstouren laden unzählige Wanderwege entlang der N260 ein, auf denen man laut Reiseführer "allein mit der faszinierenden Natur" ist. Und tatsächlich: auf der fünfstündigen Tour nahe dem Nationalpark Cadí-Moixero begegneten die zwei jungen Frauen keiner Menschenseele - auch nicht auf dem abschüssigen Felshang ohne jede Markierung, wo sie gern jemanden nach dem Weg gefragt hätten.
Abenteuer und Kontraste
Zur Belohnung für die Strapazen fuhren die beiden Wandergreenhorns auf der N260 zum Entspannen ans Mittelmeer. Dominieren in den Bergen romanische Kirchen und gemütliche Steinhäuser das Bild, sind es hier verschlafene Fischerdörfer mit sanft auf den Wellen schaukelnden Booten. Über eines sind sich die jungen Frauen nach ihrer Reise einig: kaum ein Landstrich verheißt mehr Kontraste - und den nötigen Schuss Abenteuer - als die Pyrenäen, die man am besten auf der N260 kennenlernt.
Yvonne Schmidt (07.10.2008)
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Die Pyrenäen
Entlang der Pyrenäen verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Das etwa 430 Kilometer lange Grenzgebirge zieht sich vom Mittelmeer bis zum Atlantik und trennt die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa. Eingeschlossen zwischen beiden Ländern liegt der Zwergstaat Andorra.
Rund zweihundert Gipfel sind höher als dreitausend Meter. Mit 3.404 Metern ist der Pico de Aneto im spanischen Teil der Pyrenäen der höchste Berg. Auch wenn viele dieser Berge noch vergletschert sind, ist doch seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein Rückgang der Gletscher zu beobachten.
Die Bergkette bildet eine natürliche Wetterscheide: während es in Frankreich regnet, kann wenige Kilometer weiter in Spanien die Sonne scheinen. Das Klima variiert vom atlantischen über gemäßigtes bis zum Mittelmeerklima.
Von den mehr als 3.300 Pflanzenarten kommen beinahe 150 ausschließlich in den Pyrenäen vor. Auch die Fauna ist von Artenreichtum geprägt. Bis heute dient das Gebirge als Rückzugsgebiet für Braunbären, Gänsegeier und Gemsen.
Entlang der Pyrenäen verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Das etwa 430 Kilometer lange Grenzgebirge zieht sich vom Mittelmeer bis zum Atlantik und trennt die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa. Eingeschlossen zwischen beiden Ländern liegt der Zwergstaat Andorra.
Rund zweihundert Gipfel sind höher als dreitausend Meter. Mit 3.404 Metern ist der Pico de Aneto im spanischen Teil der Pyrenäen der höchste Berg. Auch wenn viele dieser Berge noch vergletschert sind, ist doch seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein Rückgang der Gletscher zu beobachten.
Die Bergkette bildet eine natürliche Wetterscheide: während es in Frankreich regnet, kann wenige Kilometer weiter in Spanien die Sonne scheinen. Das Klima variiert vom atlantischen über gemäßigtes bis zum Mittelmeerklima.
Von den mehr als 3.300 Pflanzenarten kommen beinahe 150 ausschließlich in den Pyrenäen vor. Auch die Fauna ist von Artenreichtum geprägt. Bis heute dient das Gebirge als Rückzugsgebiet für Braunbären, Gänsegeier und Gemsen.



