Eine Mission
Bei den Paralympics, der Olympiade für behinderte Sportler, wollen Athleten den Traum von Einheit, Freundschaft und Harmonie verwirklichen. Sportler mit Behinderung haben es oft schwerer, sich Gehör zu verschaffen.Ski Alpin war einer der Disziplinen bei den Winter-Paralympics 2002 in Salt Lake City, in denen sich die deutsche Mannschaft gegen die Konkurrenz behaupten konnte.
Die "kleine Schwester"
Das Besondere: nicht die Olympischen Spiele waren Schauplatz der Erfolgsserie, sondern die Paralympics - das Pendant zu den Olympischen Spielen für Sportler mit Behinderung. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten fällt wenige Wochen nach Beendigung der Olympischen Spiele der Startschuss für jene, denen ein körperliches Handicap die Teilnahme an der regulären Olympiade verwehrt. Auch wenn das Medieninteresse an den Paralympics verglichen mit der "großen Schwester" eher gering ist, sind sie doch mittlerweile ein fester Bestandteil der olympischen Bewegung.
Wettkampf für Rollstuhlfahrer
Initiator des Ganzen war der in England lebende deutsche Neurologe Ludwig Guttmann. Überzeugt, Leistungssport fördere die Heilungschancen von Behinderten, organisierte Guttmann am Eröffnungstag der Olympischen Sommerspiele 1948 in London den ersten Wettkampf für Rollstuhlfahrer im englischen Stoke Mandeville. Als vier Jahre später auch Holländer teilnahmen, wurden die Stoke Mandeville Games zu einem internationalen Ereignis - wenn auch noch getrennt von den Olympischen Spielen.
Eröffnungsfeier der Paralympics in Athen 2004: die etwa viertausend Teilnehmer kamen aus über 140 Nationen.
Guttmanns Ziel, die Behinderten-Wettkämpfe mit denen der Nichtbehinderten zu verbinden, sollte sich erstmals 1960 in Rom erfüllen, als etwa vierhundert behinderte Sportler aus 23 Ländern wenige Wochen nach den Olympischen Spielen in der italienischen Hauptstadt zusammentrafen. Seit diesem Zeitpunkt finden die Paralympics in der Regel am gleichen Ort wie die Olympischen Spiele statt.
Eine Imagefrage
Politische und finanzielle Interessen seitens der Gastgeberstädte erschwerten allerdings mitunter den reibungslosen Ablauf: So weigerte sich beispielsweise Los Angeles 1984, Behinderten-Wettkämpfe auszurichten mit der Begründung, sie würden nicht in das professionelle Image der Olympischen Spiele passen. Ein anderer Zwischenfall ereignete sich 1996 in Atlanta, als die Organisatoren die olympischen Einrichtungen einfach abbauen ließen, sodass für die Paralympics nur Ruinen blieben...
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Weltspiele der Gelähmten hießen die römischen Wettkämpfe 1960. Auch in den folgenden Jahren war von der Olympiade der Behinderten oder von den Weltspielen der Behinderten die Rede, ging es um die paralympischen Spiele. Der Name Paralympics hat sich erst ab den Olympischen Spielen in Korea 1988 offiziell durchgesetzt. Hergeleitet wurde der Begriff von Paralysis, was im Englischen "Lähmung" bedeutet. Häufiger aber findet sich im heutigen Sprachgebrauch die Herleitung vom griechischen Wort para (neben), um die Nähe zur olympischen Bewegung und das Nebeneinander der Spiele zu betonen.



