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Weihnachtsmarkt
Weihnachtsbräuche

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Nürnberger Exportschlager
Seit 1995 weht in der Adventszeit der Duft von Zimt und Glühwein durch die Hochhausschluchten von Chicago. Ein deutscher Weihnachtsmarkt nach Nürnberger Vorbild begeistert Bewohner und Gäste der Millionenmetropole am Michigansee. Ort des Geschehens ist die Daley Plaza - wo normalerweise eine Skulptur von Pablo Picasso Touristen anlockt, reihen sich in der Zeit zwischen Thanksgiving und Heiligabend festlich geschmückte Holzbuden.
 
Auf dem Chicago Christkindelmarket bieten deutsche Händler und Handwerker ihre Waren an: traditionellen Christbaumschmuck, Lichterketten, Nussknacker und Räuchermännchen. Holzschnitzer aus dem Erzgebirge und Glasbläser aus dem Bayrischen Wald zeigen ihre Kunst. Nicht weniger verlockend sind Stände mit kulinarischen Spezialitäten wie Lebkuchen, geröstete Mandeln, Brezeln und Bratwurst. Dazwischen lassen Blaskapellen weihnachtliche Musik erklingen, Kinderchöre stimmen mit Weihnachtsliedern auf das Fest der Feste ein.
 
Eröffnet wird der von der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer initiierte Weihnachtsmarkt vom Chicagoer Bürgermeister und dem "original" Nürnberger Christkind, das in Begleitung einer Nürnberger Delegation extra aus Deutschland anreist. Mittlerweile hat er sich zu einem Besuchermagneten entwickelt: Konnte der Christkindlmarket im ersten Jahr bereits rund 300.000 Gäste anlocken, kamen in den vergangenen Jahren jeweils mehr als eine Million Besucher zum größten und berühmtesten Weihnachtsmarkt der USA.