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Weltenbummler

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Gut gepackt - gut gereist
So unterschiedlich wie die Ansprüche der Weltenbummler sind, so unterschiedlich ist auch ihr Gepäck. Jungen Männern und Frauen auf der Walz genügt ein Charlottenburger: ein kleines Stofftuch, das sie unter dem Arm tragen, um ihr Hab und Gut zu verstauen.

Mondäner hielten es die adligen Bildungsreisenden. Bettwäsche, Haustiere, Geschirr, Kleidung, Bücher und andere praktische Alltagsgegenstände gingen mit auf die Grand Tour - ein kompletter Hausstand wurde in Kisten, Koffern und Taschen untergebracht und auf Kutschen verfrachtet. Mitunter waren die Kutschen so schwer beladen, dass sie auf dem Weg zusammenbrachen.

Heute beschränken sich die meisten Weltenbummler auf einen Rucksack, der ihnen auch den Namen Backpacker (Englisch für "Rucksackreisender") einbrachte. Da fast jede Weltenbummelei mit einem Flug beginnt, ist das Gewicht des Gepäcks limitiert, und so beschränkt sich der Weltenbummler meist auf kleine, multifunktionale Dinge.

Glücklicherweise gibt es heute nahezu alles im praktischen Reiseformat: transportable Kochstellen mit auswechselbaren Gaskartuschen, Miniaturgeschirr, das sich Platz sparend stapeln lässt, ultraleichte Zelte, die dem größten Orkan Stand halten, Moskitonetze, Spezialschuhe und atmungsaktive Kleidung. Auch das Mobiltelefon ist ein Allzweckwerkzeug auf Reisen. Mit GPS und Internet ausgestattet, ersetzt es Kompass und Landkarte und hilft bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten.

Und noch eine praktische Erfindung kommt dem Weltenbummler zu Gute, das Schweizer Taschenmesser. Vor knapp 120 Jahren wurde es konstruiert, um Soldaten beim Waffenreinigen zu helfen. Heute ist es mit seinen fast 150 Funktionen besonders auf Individualreisen unverzichtbar - zum Sägen, Nageln, Stochern, Schneiden, oder zum Öffnen einer Flasche Wein am Traumstrand.