Seite drucken

LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zum Thema

Getreide

Infobox

Vom Korn zur Pflanze
Vor allem Wasser und Wärme erwecken den im Boden ruhenden Getreidesamen zum Leben. Das Korn nimmt Wasser auf und quillt soweit auf, bis seine Schale springt. Die im Innern des Samens entstandene Keimwurzel wächst jetzt in den Boden. Dort bildet sie weitere Wurzelhaare aus, die sich im Erdreich verzweigen.

Mobilisierte die Keimpflanze vorerst eigene Reserven um zu wachsen, kann sie sich nun - fest verankert - mit Wasser und Nährstoffen aus dem Boden versorgen. Das Sprosssystem entwickelt sich, dessen Keimachse (Hypokotyl) Wurzeln und Keimblätter miteinander verbindet.

Bogenförmig durchbricht die Keimachse die Erdoberfläche. Erste, bereits im Samen entwickelte Keimblätter (Kotyledonen), stoßen nach oben und gelangen ans Tageslicht. Durch die Lichtaufnahme teilen sich die Zellen immer schneller. Blätter und weitere Organe, wie Halme, Ähren und Blüten, wachsen.

Jetzt ist die Entwicklung der Pflanze abgeschlossen. Sie ragt bis zu einem Meter in die Höhe. Erst danach entstehen per Selbstbefruchtung die Körner, das so genannte Erntegut des Getreides.

Infobox

Weizen
Das schmackhafte Weißbrot hat den Weizen etwa im 11. Jahrhundert populär gemacht - und das nicht nur bei den Franzosen. Die "moderne" Form des Weizens hat eine lange Geschichte: Bereits die Menschen der Jungsteinzeit bauten seine Vorgänger Einkorn und Emmer an.

Früheste Spuren von Weizen, aus der Zeit zwischen 7800 und 5200 v. Chr., wiesen Forscher im Raum westlich des Mittelmeers nach. Der heutige, kultivierte Saatweizen entstand aus einer Kreuzung mehrerer Getreide- und Wildgrasarten.