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Steinzeit

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Die ältesten Steinwerkzeuge, so genannte Oldowan, stammen aus Äthiopien und sind etwa zweieinhalb Millionen Jahre alt. Vermutlich durch Aneinanderschlagen brachte ein früher Vertreter der Gattung Homo den Steinen scharfe Kanten bei. Das Werkzeug stellte sich als nützlich heraus; wie es herzustellen und zu verwenden sei, wurde von Generation zu Generation tradiert.

Vor anderthalb Millionen Jahren gab es erste Faustkeile - ovale bis birnenförmige Steinwerkzeuge, die gut in der Hand lagen und vermutlich zahlreiche Funktionen wie Hacken, Schlagen, Schaben und Schneiden erfüllten. Mit der Zeit wurden die Faustkeile kleiner, leichter und flexibler. In der mittleren Altsteinzeit (ab etwa zweihunderttausend bis vor vierzigtausend Jahren) stellte der Mensch schon zusammengesetzte Waffen wie Speere her. Musikinstrumente und Gräber aus dieser Zeit sind frühe Zeugen von Kunst und Kultur, später gab es Felsmalereien und Skulpturen von Löwenmenschen und Fruchtbarkeitsgöttinnen.

Mit dem Übergang von einer aneignenden (Sammeln und Jagen) zur produzierenden (Viehzucht und Ackerbau) Wirtschaftsweise wurde der Mensch vor rund siebentausend Jahren sesshaft. Vor etwa viertausend Jahren begann er, Metall zu verhütten - die Steinzeit war vorüber.

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Inbegriff des rückständigen, vor Kraft strotzenden aber geistig minder bemittelten Steinzeitmenschen war lange Zeit der Neandertaler. Er tauchte vor rund 160.000 Jahren in Europa auf und starb vor etwa 30.000 Jahren aus.

Der Neandertaler hatte starke Knochen und war muskulös - sein Körperbau dürfte etwa dem eines Gewichthebers von heute entsprochen haben. Dümmer und primitiver als der Homo sapiens war er jedoch nicht: Funde von Elfenbeinringen, durchbohrten Zähnen und Schnitzereien bezeugen seine kulturelle Kompetenz. Auch kümmerte er sich nachweislich um verletzte Clanmitglieder und legte Gräber für Verstorbene an.

Das Ende des Neandertalers gibt bis heute Rätsel auf. Jahrtausendelang lebte er neben dem aus Afrika eingewanderten Homo sapiens, wurde aber vermutlich nach und nach von ihm verdrängt. Vielleicht hatten eingeschleppte Krankheiten damit zu tun, vielleicht war der Einwanderer einfach fruchtbarer und hatte mehr Kinder. Das Vermischen der Menschenarten schließen die meisten Wissenschaftler aus: Genspuren des Neandertalers im heutigen Homo sapiens ließen sich bisher nicht nachweisen.