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Australien

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Sie waren die Verlierer...
beim Zusammenprall der Kulturen: die Aborigines. Mit dem Eindringen der Weißen fand das traditionelle Leben der australischen Ureinwohner ein jähes Ende. Was über mehr als 40.000 Jahre gewachsen war, wurde in nur zweihundert Jahren zerstört: Bei Ankunft der Europäer lebten die Aborigines als Jäger und Sammler nomadisch, in einer Vielzahl von Stämmen mit unterschiedlichen Sprachen.

Die meisten der rund zweihundert Aborigine-Sprachen sind jedoch nach der weißen Besiedlung mitsamt ihren Sprechern verschwunden: 1836 wurden den Aborigines von der britischen Kolonialverwaltung sämtliche Landrechte aberkannt. Durch die Vertreibung aus ihren Territorien verloren sie nicht nur die Lebensgrundlagen, sondern auch ihren sozialen Zusammenhalt. Sie wurden von den weißen Siedlern teilweise sogar gejagt, vergiftet und erschossen.

Eingeschleppte Krankheiten und Seuchen dezimierten die Ureinwohner Australiens zusätzlich. Die Maßnahmen zur Ausrottung waren so radikal, dass bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die Gesamtzahl der Aborigines von etwa 300.000 auf rund 50.000 reduziert wurde. Den Überlebenden des Kolonisierungsprozesses wurden Rückzugsgebiete, die für die Siedler nicht nutzbar schienen, zugewiesen und noch bestehende Gruppen dorthin zwangsumgesiedelt.

Erst in den 1960er Jahren erhielten die Aborigines Bürgerrechte, seit 1976 werden ihnen sogar wichtige Stammesterritorien zurückgegeben. Lebensbedingungen und soziale Stellung der Ureinwohner haben sich bis heute jedoch nur wenig gebessert.

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Zurück bis in..
die Antike reicht der Mythos vom sagenumwobenen Südland, der Terra Australis Incognita. Es wurde vermutet, dass es ganz im Süden eine riesige Landmasse gibt, die die Erde im Gleichgewicht hält. Mit Beginn des Zeitalters der Entdeckungen begaben sich Europäer verschiedener Nationen auf die Suche nach dem Superkontinent.

1606 strandete der Holländer Willem Jansz an der Nordspitze des heutigen Queensland. Weitere Holländer erreichten zwischen 1616 und 1640 Australien. Im Jahr 1642 entschloss sich die Niederländische Ostindien-Kompanie, den Kontinent durch eine geplante Expedition zu erforschen. Abel Tasman entdeckte dabei das heutige Tasmanien.

Eine Expedition, die im Jahre 1696 unter Willem de Vlamingh begann, kartografierte Teile der Westküste Australiens; an einer Kolonisierung hatten die Holländer aber kein Interesse. Im April 1770 erreichte James Cook die Ostküste Australiens und nahm das Land als New South Wales für die britische Krone in Besitz.

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Etwas mehr als...
zwei Jahrhunderte der Besiedlung gaben Australien ein neues Gesicht. Heute dominieren riesige Weideflächen weite Teile der Landschaft. Aber rund 130 Millionen Schafe und etwa 25 Millionen Rinder sind für die Umwelt eine enorme Belastung.

Auch die Einfuhr anderer fremder Tierarten brachte Australiens Flora und Fauna aus dem ökologischen Gleichgewicht: Im 19. Jahrhundert gelangten zwei Dutzend Kaninchen als Fell- und Fleischlieferanten ins Land, die sich in den nächsten hundert Jahren auf etwa 300 Millionen Exemplare vermehrten und sich über den gesamten Kontinent ausbreiteten. Die Kaninchen fraßen nicht nur den Farmern das Getreide und dem Vieh das Futter weg, sondern störten auch die sensible heimische Tierwelt.

Ebenso eine ernsthafte Bedrohung sind Füchse und ausgewilderte Katzen: Als Fleischfresser ohne natürliche Feinde sorgten sie dafür, dass etwa ein Viertel aller australischen Säugetierarten ausgestorben ist.