In Miami kann man mehr als bloß Sonne und Strand genießen: etwa dem weltweit größten Art Deco-Viertel einen Besuch abstatten.
Art Deco & Hemingway
Gleich ob Fort Lauderdale, Daytona Beach, Palm Springs oder Panama Beach - pünktlich mit Beginn der Frühlingsferien, dem so genannten Spring Break, gleichen sich alljährlich die Bilder aus dem Sonnenscheinstaat: unzählige Ausziehwettbewerbe und Trinken bis zum Koma. Dabei hat die Halbinsel im Südosten der Vereinigten Staaten weitaus mehr zu bieten als Sonne, Strand und ausgelassenes Feiern.Kuriose Details
Im Herzen der Großstadt Miami Beach etwa lockt das größte Art Deco-Viertel der Welt: Über achthundert Häuser, die in den 1930er und 1940er Jahren entstanden, strahlen im Glanz tropischer Pastelltöne - mit teils kuriosen Details, beispielsweise "Augenbrauen" über den Fenstern, welche die Hitze abzuhalten suchen, oder Balkonen und Bullaugen, die an große Transatlantik-Kreuzfahrtschiffe vergangener Zeiten erinnern. Im Laufe der Zeit verfielen zahlreiche Häuser. Erst in den 1970er Jahren wurde der Art Deco District vor den Angriffen der Baulöwen gerettet und für unzählige Millionen Dollar restauriert.
Pascua Florida
Naturliebhaber und Taucher kommen rund siebzig Kilometer weiter südlich auf ihre Kosten: hier befindet sich das drittgrößte Korallenriff der Welt. Es liegt im 1980 gegründeten Biscayne-Nationalpark. Nur das Great Barrier Reef in Australien und das Riff vor der Küste von Belize sind größer. Begeisterung weckt auch die üppige Flora, die reiche
Ernest Hemingways Schreibtisch in Key West. In den 1930er Jahren lebte und arbeitete der Schriftsteller in Südflorida.
Trinkfester Literat
Die letzte Station im südlichen Florida führt Literaturliebhaber auf die Keys - eine 240 Kilometer lange Inselkette zwischen South Beach/Miami und Key West. Ernest Hemingway (1899 bis 1961) lebte in den 1930er Jahren am südlichsten Fleck Floridas. Sein Domizil in Key West wurde 1964 in ein Museum umgewandelt, in dem Besucher mehr über den Alltag des Literaten erfahren können: beispielsweise, dass Mr. Hemingway vormittags schrieb, nachmittags fischen ging und die Abende in Sloppy Joe's Bar verbrachte. Wer auf Hemingways Spuren wandelt, sollte jedoch eines wissen: das heutige Sloppy Joe's brüstet sich zwar, die Stammkneipe des trinkfesten Schriftstellers gewesen zu sein. Doch stimmt an diesem Lokal nur noch der Name - das echte liegt eine Ecke weiter!
Susanne Haldrich (21.02.2006)/akt. Yvonne Schmidt (17.07.2008)
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Florida ist ein Bundesstaat im Südosten der USA. Entdeckt wurde die Halbinsel, die sich über eine Länge von 645 Kilometern zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Golf von Mexiko erstreckt und eine Fläche von 170.313 Quadratkilometern umfasst, im Jahr 1513 von den Spaniern. Von den ungefähr 18 Millionen Einwohnern sind etwa 76 Prozent Weiße, 20 Prozent Hispanics, 15 Prozent Dunkelhäutige und Afro-Amerikaner, 2 Prozent Asiaten und 0,3 Prozent Indianer. Im Nordosten Floridas liegt die Hauptstadt Tallahassee. Fast überall herrscht subtropisches Klima. Vor allem Südflorida wird im Sommer und im Herbst von Hurrikanen bedroht. Vielbesuchte Attraktionen sind Walt Disney World, der Everglades Nationalpark mit seinen berühmt-berüchtigten Alligatoren sowie Sea World und die Universal Studios.



