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Florida

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Die Bacardis produzierten ihren berühmten Rum ursprünglich auf Kuba. Nachdem sie im Zuge der Revolution enteignet wurden und nach Florida auswanderten, soll die Familie Bacardi laut Geheimdienstinformationen im Untergrund aktiv gegen Fidel Castro vorgegangen sein. Der Clan habe die größte Organisation castrofeindlicher Exilkubaner, die Cuban-American National Foundation (CANF), bei Aktionen aktiv unterstützt. Ihr Versuch, auf Kuba wieder entscheidende politische und ökonomische Bedeutung zu erlangen, ist im Sinne der amerikanischen Politik. Das antikommunistische Lebensgefühl eint Exilkubaner und Amerikaner auch heute und verhalf dem Bacardi-Clan zu politischem Einfluss bis ins Weiße Haus. So setzte sich etwa Floridas damaliger Gouverneur Jeb Bush während des Rechtsstreites zwischen Bacardi und Pernod-Ricard beim US-Patentamt für Bacardi ein. Hintergrund: die in Kuba weiter nach dem alten Verfahren produzierende Destillerie verkauft ihren Rum unter dem Namen Havana Club, der seit 1993 von Pernod Ricard weltweit außerhalb Kubas vertrieben wird. 1996 vermarktete eine von Bacardi betriebene Tochterfirma auf den Bahamas einen Rum in den USA ebenfalls unter dem Markennamen Havana Club. Der Einsatz Bushs blieb erfolglos - Pernod Ricard gewann. Pikant ist außerdem, dass CANF-Gründer Jorge Mas Canosa, einer der einflussreichsten Exilkubaner in den USA, unter anderem jahrelang Berater in der Regierung Bush senior war.