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Nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer kam in den 1980er Jahren die Prostitution in Kambodscha auf. Die Stationierung von UN-Blauhelmsoldaten in den 1990ern führte zum sprunghaften Anstieg. Schätzungsweise einhunderttausend Prostituierte "arbeiten" in Kambodscha - ein Drittel ist jünger als 18 Jahre. Betroffen sind in der Regel fast nur Mädchen. Sie kommen aus armen ländlichen Regionen oder den Slums der Städte. Viele Familien verkaufen ihre Kinder an Händler, da ihnen sichere und bezahlte Jobs versprochen werden. Das Land Kambodscha nimmt nach Thailand in punkto Kinderprostitution bereits den zweiten Platz ein. Im Glauben, Sex mit Kindern verjünge und eine Ansteckung mit HIV sei unmöglich, verbreitet sich das Virus in sehr schnellem Tempo. Kinderprostitution ist in Kambodscha zwar strafbar, auf Menschenhandel stehen sogar zwanzig Jahre Gefängnis. Doch häufig verhindert Korruption die Verfolgung von sexuellen Straftaten - oft sind Beamte selbst involviert.