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Lausitz

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Die Lausitz...
ist ein rund elftausend Quadratkilometer großes Gebiet im Südosten Brandenburgs und im Osten Sachsens; die Gebiete östlich der Neiße gehören heute zu Polen. Den Namen Lausitz führte ursprünglich lediglich der nördliche Teil, die heutige Niederlausitz, die im 10. Jahrhundert als Mark Lausitz beim Zerfall der Sächsischen Ostmark entstand.

Das Gebiet südlich davon, die heutige Oberlausitz, gehörte zunächst zur Mark Meißen, hieß später Land Budissin (nach der Stadt Bautzen) und ab 1346 auch Sechsstädteland. Der Name Oberlausitz tauchte erstmals im 15. Jahrhundert in Kanzleiakten des Ungarnkönigs Matthias Corvinus auf, war also zunächst eine Bezeichnung von außen. Es sollte noch ein halbes Jahrhundert vergehen, bis auch die Oberlausitzer ihre Heimat so nannten.

Die Grenze zwischen Niederlausitz und Oberlausitz verläuft heute quer durchs Lausitzer Seenland und durchs Braunkohlerevier, etwa entlang einer gedachten Linie zwischen den Orten Lauta, Hoyerswerda und Weißwasser. Südlich davon erstrecken sich die für die Oberlausitz typischen Hügel- und Heidelandschaften; im Norden breitet sich das Tiefland aus. Unterschiede gibt es auch in der Sprache: Die Niederlausitzer Mundart ist dem Berlinerischen näher als den weiter südlich gesprochenen obersächsischen Mundarten. Und die Sorben der Niederlausitz verständigen sich untereinander in Niedersorbisch, während in der Oberlausitz Obersorbisch gesprochen wird.

Etwa 1,4 Millionen Menschen leben heute in der Lausitz. Zentren sind Cottbus für die Niederlausitz und Görlitz sowie Bautzen für die Oberlausitz. Braunkohleabbau und Energiegewinnung bestimmen die Wirtschaft der Region; doch auch als Urlaubsziel und als Herkunftsort von Lebensmitteln (zum Beispiel Gurken oder Senf) ist die Region bekannt.