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Lausitz

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Der Schatz aus der Tiefe
Für die Zukunft sieht die Lausitz rot, um genau zu sein: kupferrot. Geschätzte zweihundert Millionen Tonnen des begehrten Rohstoffs Kupfer liegen in der Nähe von Spremberg im Boden, außerdem weitere Edel- und Spezialmetalle wie Gold und Silber, Blei und Zink, Gallium und Indium. Der Gesamtwert der Vorkommen wird derzeit auf rund 30 Milliarden Euro geschätzt.

Das Wissen über die Lausitzer Schätze ist nicht neu: Seit den 1950er Jahren ist bekannt, dass in 800 bis 1500 Meter Tiefe eine rund ein Meter dicke Schicht Kupfererz liegt. Zu DDR-Zeiten hätte sich deren Förderung jedoch nicht rentiert, die Erkundung der Vorkommen wurde Ende der 1980er Jahre eingestellt. Erst in den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Metallen zum Beispiel für Solarzellen, Hybridautos, Plasmabildschirme rasant gestiegen - die ebenfalls steigenden Rohstoffpreise machen die Ausbeutung der Lausitzer Vorkommen nun rentabel.

Rund siebenhundert Millionen Euro will ein US-Unternehmen in der Lausitz investieren, um ein 15 Kilometer langes und 3 Kilometer breites Bergwerk mit tausenden von Stollen zu errichten. Kupfer im Wert von dreihundert Millionen Euro jährlich hofft der Investor zu gewinnen, und das mindestens vierzig Jahre lang. Die Lausitz würde dann nicht nur das einzige Kupferbergwerk Deutschlands besitzen, sondern auch zu den zwanzig wichtigsten Kupferproduzenten weltweit gehören.

In der strukturschwachen Lausitz ist man entzückt über die Aussichten: Bis zu fünftausend neue Arbeitsplätze erhofft man sich im und am Bergwerk. Eventuell soll das Kupfer auch in der Region verarbeitet werden, was weitere Job schaffen würde. Zudem wird eine Förderabgabe von zehn Prozent des erzielten Metallpreises in die Kassen der Bundesländer Brandenburg und Sachsen fließen. Derzeit prüft das zuständige Bergamt in Cottbus die Anträge des Investors. 2012 soll der Bau des Bergwerks beginnen; 2015 könnte dann das erste Erz gefördert werden. (Stand: Mai 2010)