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Müritz

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Ihre Entstehung verdankt die Müritz der Weichseleiszeit, die vor rund zwanzigtausend Jahren Mitteleuropa erfasste. Während einer ihrer Rückzugsphasen hinterließ die Kälteperiode riesige Eisblöcke, die sich von der Haupteismasse lösten. Bei einer späteren Ausdehnung lagerten sich Sedimente der Endmoräne über diesen Blöcken ab, die unter ihren Lasten einsanken. Einer dieser schweren Stempel prägte den Grund der Müritz, flach und beckenartig. Am Ende der Eiszeit vor rund zehntausend Jahren bildete sich dort ein Gletschertor, aus dem das Schmelzwasser des Eisblockes abfloss. Durch die Strömung verformten sich weiche Sanderflächen am Rande der Senke zu einer Rinne. So erhielt die Müritz ihre tiefere, eingeschnittene Westseite. Trifft hier ein böiger Westwind auf die Wasserfläche, entstehen Wellen, die sie sich über dem unebenen Untergrund häufig brechen. Sie erreichen die Seemitte mit kurzen, harten Kämmen, was sie besonders für Kleinboote gefährlich macht. Bei starkem Ostwind hingegen schieben sich die Wellen im flachen Wasser der östlichen Seeseite auf. Hier können sich ihre Kämme relativ ungehindert vereinen und bedrohlich an Höhe gewinnen.