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Sibirien

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Wie die Transsib entstand
Schon in der 1870er Jahren wurden Rufe nach einer Bahnverbindung nach Sibirien laut. Das Gebiet östlich des Urals bot immense Bodenschätze, die durch eine Bahnverbindung leichter hätten abtransportiert werden können. Zar Alexander III. beschloss den Bau einer Bahnlinie entlang des bereits bestehenden Postweges. Im Jahr 1891 begannen in Wladiwostok die Arbeiten in Ost-West-Richtung.

Zeitgleich arbeitete man sich in Tscheljabinsk in West-Ost-Richtung vor. Um schneller voranzuschreiten, wurde die Linie in sechs Abschnitte unterteilt. Die Bezeichnungen der damaligen Bauabschnitte bilden bis heute die Namen der Verwaltungen der Transsibirischen Eisenbahn (Westsibirische-, Mittelsibirische-, Baikal-, Transbaikalische-, Amur- und Ussuri-Bahn). 1894 verlief die Trasse der Transsibirischen Eisenbahn bis Omsk. Ein Jahr später erreichte sie den Ob. 1898 rollte der erste Zug nach Irkutsk. 1900, neun Jahre nach Baubeginn, war die Hälfte der Strecke verlegt.

Kein Abschnitt verursachte so viele Probleme wie die Baikalbahn. Das Klima um den See ermöglichte nur kurze Bauphasen. Die Geologie der Region erschwerte die Arbeiten zusätzlich. Um die Bahnverbindung trotzdem aufrecht zu erhalten, transportierten Schiffe im Sommer und Pferdeschlitten im Winter Waggons, Fracht und Passagiere an das andere Ufer des Baikals. Das Risiko von Unfällen war hoch und die Kapazitäten der Verbindung begrenzt. Deshalb begann 1904 der Bau der Strecke entlang des Baikalufers. Im Herbst 1904 war die Transsibirische Eisenbahn erstmals durchgängig befahrbar. Aber noch bis 1916 dauerte es, bis die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn fertig war.