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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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"Unsere Sache"
Die Cosa Nostra (italienisch für: Unsere Sache), wie sizilianische Mafiosi ihre Organisation nennen, basiert auf zwei Werten: Zum einen Ehre, ein äußerst vager, aber gern zur Selbstdarstellung (Ehrenmänner, ehrenwerte Gesellschaft) benutzter Begriff; zum anderen Omertà (Verschwiegenheit), eine "Tugend", ohne die kein kriminelles Netzwerk längere Zeit bestehen würde.

Jeder "Bewerber" muss einen Initiationsritus durchlaufen, womit er förmlich - und auf Lebenszeit - in den Kreis einer Mafia-Familie aufgenommen wird. Die Familien (auch Cosche genannt) sind nicht mit Blutsverwandtschaft gleichzusetzen; der Ausdruck steht für hierarchisch aufgebaute Gruppen mit abgesteckten Territorien, innerhalb deren Grenzen sie selbständig agieren.

Über neunzig solcher Familien mit rund 3.200 Mitgliedern bilden die Cosa Nostra mit ihrem Kerngebiet in West-Sizilien. Die Kommission besteht aus den Oberhäuptern der Cosche und dient der internen Konfliktregulierung; einen verbindlichen Kurs gibt sie nicht vor.