José Antonio Primo de Rivera gründete die Falange: die faschistische Bewegung kämpfte im Bürgerkrieg auf Francos Seite.
Der Bürgerkrieg
Ganz weit am Rande des Kontinents lag Spanien zu Beginn der dreißiger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts: Kaum jemand wusste Genaues über die Lage im Land südlich der Pyrenäen. Die Europäer waren mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt: die vom Westen schwer überschaubare bolschewistische Sowjetunion, Mussolinis Diktatur, Hitlers Aufstieg.Gebeuteltes Land
Und Spanien war arm, gebeutelt vom ständigen Hin und Her zwischen Monarchie, Verfassungsreformen, Staatsstreichen, Republik und Diktatur. Soziale Missstände, Unruhen in der Bevölkerung und politische Querelen ließen die einst große Nation von einer Krise in die andere stolpern. Das politische System erwies sich als unfähig, neue gesellschaftliche Gruppierungen, wie Republikaner, Sozialisten und Nationalisten, zu integrieren.
Schwache Republik
Im Februar 1936, Spanien behauptete sich bereits im zweiten Versuch als Republik, gewann eine linke Volksfront die Wahl. Doch auch damit kehrte keine Ruhe im Land ein, denn die neue Administration setzte sich aus zu unterschiedlichen Strömungen zusammen, darunter bürgerliche Liberale, Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten.
Blutiger Staatsstreich
Es war eine schwache Regierung. Terrorakte von rechts und von links vertieften die Spaltung des Landes in zwei Lager: auf der einen Seite die Volksfront, auf der anderen monarchistische, rechts-katholische und faschistische Kräfte wie zum Beispiel das Bündnis der Falange. Gewalt lag in der Luft; das Pronunciamento, der Staatsstreich, brach im Juli 1936 aus. Aufstände von Kolonialtruppen in Spanisch-Marokko leiteten die Militärrevolte ein. Zum Plan der Putschisten gehörten zeitgleiche Aufstände in den wichtigsten Städten Spaniens. Dort aber traten ihnen - fast immer erfolgreich - Anhänger der linken Regierung entgegen. Der Putsch schien isoliert.
Er war faktisch oberster Befehlshaber der Nationalisten im Spanischen Bürgerkrieg: Generalísimo Francisco Franco.
In dieser Situation erschien General Franco, Oberbefehlshaber der spanischen Armee in Marokko, am afrikanischen Horizont. Dank Francos nationaler Haltung und Kompromisslosigkeit galt ihm schon lange Anerkennung in rechten Kreisen. So kam es, dass die Führer des Aufstands Franco am 1. Oktober 1936 zum Chef einer national-spanischen Gegen-Regierung und zum Generalisimo und Caudillo (Anführer) ernannten.
Hilfe aus Deutschland
Hilfe für Franco kam nach kurzem Zögern aus dem nationalsozialistischen Deutschland: Um Truppen des Caudillo über die Meerenge von Gibraltar zu befördern, flogen deutsche JU 52 ein. Bomber, andere moderne Waffen und Berater folgten später. Hilfe auf seine Art leistete bald auch Italiens Diktator Mussolini, der von einer Neuauflage des römischen Imperiums träumte: Ganze Divisionen faschistischer "Schwarzhemden", so genannte Freiwillige, karrte der Duce übers Mittelmeer.
Missbrauch des Krieges
Hitlers Kalkül jedoch war komplexer als das seines italienischen Bruders im Geiste: Ihm ging es nicht um einen schnellen Sieg der Franquisten. Vielmehr sollte ein Gleichgewicht der Kräfte in Spanien den blutigen Konflikt möglichst lange am Kochen halten - und so das Augenmerk der Welt von deutschen Expansionsgelüsten ablenken.
Internationales Fanal
Was jedoch kein Hitler, kein Mussolini und kein Franco ahnen konnten: Spaniens Bürgerkrieg wurde zum Fanal - für links orientierte Menschen überall auf der Welt, die endlich, mit der Waffe in der Hand, dem europäischen Faschismus entgegentreten wollten. Internationale Brigaden aus realen Freiwilligen wurden zu Elitetruppen der spanischen legalen Regierung...
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