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Südafrika

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Nelson Rolihlahla Mandela gilt neben Martin Luther King und Malcolm X als wichtigster Kämpfer gegen die Unterdrückung Schwarzer durch weiße Regime. 1942, im Alter von 24 Jahren, trat Mandela dem African National Congress (ANC), einer südafrikanischen Partei, bei.

Ursprünglich verzichtete Mandela auf jegliche Form von Gewalt. Im März 1960 rief der Pan Africanist Congress (PAC), eine Tochterorganisation des ANC, zu gewaltfreiem Protest gegen das Apartheidsystem auf. Die friedliche Demonstration endete blutig: Polizisten erschossen 69 Schwarze, 180 wurden verletzt. Die Regierung verbot den ANC und andere Anti-Apartheid-Gruppen. In Folge der Ereignisse und des Verbots ließ sich Mandela durch den ANC von der Notwendigkeit des gewaltsamen Kampfes gegen die Apartheid überzeugen. Bereits ein Jahr nach dem Massaker war er Anführer des bewaffneten Flügels des ANC und ließ sich in Angola militärisch ausbilden.

Bei seiner Rückkehr inhaftierten die südafrikanischen Behörden den Widerstandskämpfer und verurteilten ihn 1962 zu fünf Jahren Gefängnis. Noch während der Haft wurde Mandela wegen Sabotage und Planung bewaffneten Kampfes zum Tode verurteilt. Der Richterspruch sorgte für internationale Proteste, so dass die Strafe auf lebenslänglich herabgesetzt wurde. 1985 lehnte Mandela das Angebot auf Freilassung ab, da es an die Bedingung geknüpft war, auf bewaffneten Kampf zu verzichten.

Auf Befehl des südafrikanischen Präsidenten und Gegners der Apartheid Frederik Willem de Klerk wurde Nelson Mandela am 11. Februar 1990 im Alter von 75 Jahren und nach 27 Jahren Haft freigelassen. Für ihren Kampf gegen die Rassentrennung erhielten de Klerk und Mandela 1993 den Friedensnobelpreis. 1994 gewann der ANC die ersten demokratischen Wahlen Südafrikas. Am 9. Mai des Jahres wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. 1999 trat er zurück und engagierte sich als Anwalt für Menschenrechtsorganisationen. Seit 2004 tritt er wegen seines Alters nur noch selten in der Öffentlichkeit auf.