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Autonomes Gebiet Tibet - so lautet die offizielle Bezeichnung für die Region im Südwesten Chinas. Seit 1951 halten chinesische Truppen das Land besetzt, auf das Peking einen höchst umstrittenen Rechtsanspruch erhebt: Faktisch war Tibet von 1912 bis 1950 ein unabhängiger Staat. Dem bereitete Maos Volksbefreiungsarmee ein Ende. Chinas sozialistische Führung gestand zwar relative Autonomie zu. In der Praxis jedoch straffte Peking nach und nach seine Kontrolle über die Provinz. Zunehmende Repressionen von Seiten der Chinesen provozierten den tibetischen Volks- aufstand von 1959. In dessen Verlauf floh der Dalai Lama, das Oberhaupt Tibets, ins indische Exil. Nun begann eine Periode brutaler Unterdrückung der Tibeter durch die chinesische Besatzungsmacht, die mit der Kulturrevolution (1966 bis 1976) ihren Höhepunkt erfuhr: Zahllose Klöster wurden zerstört, Bauern drangsaliert, buddhistische Mönche ermordet. Auch wenn sich die Lage mittlerweile entspannt hat - in Tibet werden weiterhin täglich Menschenrechte verletzt.