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Aids

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Was ist AIDS?
Aids ist die Folge einer Infektion mit dem Human Immunodeficiency Virus, übersetzt: menschliches Immunschwäche-Virus, kurz HIV. Es schädigt oder zerstört T-Helfer-Zellen: weiße Blutkörperchen, die die Immunantwort des Körpers koordinieren, Eindringlinge angreifen und sie zerstören.

HI-Viren docken an Zellen an, integrieren ihr eigenes Erbgut in das der Wirtszellen und vermehren sich so. Nach einiger Zeit zerstören die neu produzierten Viren die Wirtszelle und werden ins Blut freigesetzt, wo sie sich den nächsten Wirt suchen.

Ein neuer Vermehrungsprozess beginnt; die Zahl der T-Helfer-Zellen sinkt. Folge ist eine schwere Immunschwäche; der Körper ist nicht mehr fähig, Bakterien, Viren oder Pilze, die Krankheiten auslösen, zu bekämpfen.

Es gibt verschiedene Arten, sich mit dem HI-Virus zu infizieren: sexueller Kontakt, Übertragung durch infiziertes Blut, durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, durch Verletzungen, oder von einer Schwangeren auf den Fötus. Vom Risiko einer HIV-Infektion ist niemand ausgeschlossen.

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Dietmar Schranz ist Internist. Seit Jahren spezialisiert er sich auf die Behandlung von HIV. Schon während seines Studiums kam er mit diesem Thema in Berührung. Als 1985 die Berliner Aids-Hilfe entstand, war er von Anfang an dabei. Angst, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit prägten jene Zeit. Der engagierte Arzt blickt zurück:
Im Interview: Dietmar Schranz  
Im Interview: Dietmar Schranz













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John lebt in Berlin, ist gebürtiger Holländer und seit 1984 HIV-positiv. Damals kam die Diagnose einem Todesurteil gleich. John nahm Abschied, bekam AIDS und wäre beinahe gestorben. Die Erfindung der modernen Kombinations­therapie kam für ihn gerade rechtzeitig - die Medikamente hielten ihn am Leben. John erinnert sich:
Im Interview: John  
Im Interview: John













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Ein fast normales Leben
1996 führten Mediziner eine Kombinationstherapie zur Behandlung von HIV ein. Die combined Anti-Retroviral Therapy (cART) soll den Ausbruch von Aids verhindern, indem sie die Vermehrung der Viren hemmt. Da der Virus schnell Resistenzen entwickelt, werden mindestens drei antiretrovirale Medikamente kombiniert.

Zu einer cART raten Ärzte dann, wenn Symptome der HIV-Infektion wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Gelenkschmerzen auftreten. Spürt der Patient keine Krankheitszeichen, orientieren sich Mediziner an der Zahl der Helferzellen im Blut: Sinkt sie unter 350 Zellen pro Mikroliter Blut, ist der Körper für Infektionen, die ein gesunder Organismus abwehren könnte, anfällig.

Nach drei bis sechs Monaten ist der Virus bei einer erfolgreichen cART so sehr in der Vermehrung gehemmt, dass er mit üblichen diagnostischen Mitteln nicht mehr nachweisbar ist. Infiziert bleibt der Patient trotzdem, denn die cART kann die Vermehrung der Viren nicht völlig unterbinden. Da nun weniger Viren das Immunsystem belasten und die Zahl der Helferzellen wieder langsam steigt, kann es sich erholen.

Doch nicht für jeden ist die Kombinationstherapie geeignet. Die HIV-Erkrankung kann derart unvorhersehbar und aggressiv verlaufen, dass Medikamente kaum helfen. Medikamentenresistenzen erschweren die Therapieaussichten. Außerdem haben die Medikamente der cART Nebenwirkungen und wirken langzeittoxisch. Heilen lässt sich HIV mit einer Kombinationstherapie nicht.