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Stalking als Extremfall...
des Fan-Seins: In den 1990er Jahren verfolgte ein "Fan" den US-amerikanischen Popstar Madonna exzessiv. Der Mann drohte ihr sogar Gewalt an und wurde zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt.

Aber nicht nur Stars, auch "ganz normale Menschen" sind Opfer von Stalking. Dieser Begriff bezeichnet ein Verhaltensmuster, bei dem der Täter wiederholt Aktivitäten gegen den Willen eines anderen Menschen unternimmt. Das geschieht auf vielfältige Weise: Stalkingopfer erleiden oft zunächst Belästigung durch unerwünschte Kontakte. Reagiert das Opfer nicht, schlägt das Verhalten in Beleidigung oder Verfolgung um. Gegebenenfalls folgen sogar körperliche Attacken.

Eine Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim ergab, dass 3,9 Prozent der Probanden in ihrem Leben bereits von Stalking betroffen waren. 87,2 Prozent der Opfer waren Frauen und 85,5 Prozent der Stalker Männer. In mehr als drei Viertel der Fälle kannte das Opfer den Verfolger. Bei fast siebzig Prozent dauerte die Tortur länger als einen Monat, bei einem Viertel sogar länger als ein Jahr.

Die psychischen und körperlichen Folgen sind enorm: Angst, Depression, Magenbeschwerden. Betroffene änderten neben dem alltäglichen Verhalten auch Wohnort oder Arbeitsplatz, um den Attacken zu entgehen.