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Genealogie

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Die Recherche
Das Interesse an der Genealogie erwacht meist bei der Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte. Stammbücher, Briefe, Fotoalben - der Anfang fällt oft leicht, und mit etwas Glück kommt man so bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Dann aber werden die Quellen rasch dürftig.

Nun muss der Hobbyforscher zum Beispiel Personenstandsregister befragen, die es in Deutschland aber auch erst seit dem Jahr 1876 gibt. Eine "methodische" Regel lautet übrigens: Weg vom Schreibtisch! Weg vom Computer! Was bedeutet: Wer tief in der Vergangenheit graben will, kommt ohne Reisen nicht aus - spätestens, wenn es darum geht, Informationen aus Kirchenbüchern herauszusuchen.

Kirchenbücher existieren meist seit der Reformation, also seit der Mitte des 16. Jahrhunderts. Mit guten Chancen könnte der Forscher hier etwa bis in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangen, während des Krieges wurden viele Kirchenbücher vernichtet. Der Aufwand für die Recherche ist allerdings enorm.