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Geschwister

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Von einem Entthronungstrauma,...
welches das erstgeborene Kind bei der Geburt des zweiten Kindes erleidet, sprechen Psychologen, wenn sie die Ursachen von Geschwister-Rivalität beschreiben. Eine Konsequenz kann sein, dass sich die (oder der) Erstgeborene gegen die aufgezwungene Rolle als älteres Geschwister wehrt, etwa mit einer Regression, also mit plötzlich wieder auftretendem "babyhaften" Verhalten.

"Darwinistisch" gesehen, gibt es so gut wie immer das Bemühen beider Geschwister, in der Familie jeweils eigene "Nischen" zu besetzen, mit der Absicht, bestimmte Anteile an elterlicher Zuwendung zu sichern. Der (oder die) Ältere zeigt sich zum Beispiel besonders pflichtbewusst und gewissenhaft (Elternidentifikation); die (oder der) Jüngere versucht, mit Originalität und einer Reihe von Begabungen zu glänzen. Rivalitäten können - abhängig vom elterlichen Einfluss - konstruktive oder destruktive Formen annehmen.

Als idealen Altersunterschied, um Rivalitäten zu steuern, empfehlen Kinderpsychologen einen Abstand von ungefähr sechs bis sieben Jahren. Weil der (oder die) Erstgeborene sich nun sicherer mit der Elternrolle identifizieren kann, schlagen Aggressionen jetzt sogar in Zärtlichkeit um.