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Jugendkriminalität

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Mobbing in der Schule
Triezen, schikanieren, fertig machen - die systematische und wiederholte Aggression Schwächeren gegenüber ist heute unter dem Begriff Mobbing bekannt. Er leitet sich ab vom englischen "mob" (Meute, randalierender Haufen) und bezeichnet eine Art Psychoterror, charakterisiert durch Ausgrenzung und fortwährende Erniedrigung. Schätzungsweise jeder zehnte Schüler wird hierzulande gemobbt. Als gefährdet gelten Schüler, die sich durch einzelne Merkmale vom Rest der Klasse abheben, wie etwa Behinderung, Sprache, Sozialstatus, Kleidung, Haare, Verhalten oder Ansichten. Besonders die introvertierten Schüler werden häufig Opfer. Und egal, ob leistungsschwach oder überaus engagiert - es kann jeden treffen.
 
Grundsätzlich werden zwei Arten des Mobbings unterschieden: zum aktiven, körperlichen Mobbing gehören unter anderem physische Gewalt, Beschädigung und Diebstahl von Gegenständen oder Kleidungsstücken des Opfers, das Zerstören von Unterrichtsmaterialien, Erpressung, Nötigung und sogar sexuelle Belästigung. Nicht weniger schlimm zeigt sich das passive, psychische Mobbing, wo Schüler aus der Klassengemeinschaft ausgegrenzt, mit bissigen und verletzenden Bemerkungen belegt, ausgelacht, ungerechtfertigt beschuldigt oder verpetzt werden. Hinter ihrem Rücken wird gelästert, vieles geschieht aber auch offen und laut. Gerüchte machen die Runde. Demütigend ist aber auch die stillschweigende Verachtung, wenn die Opfer einfach links liegen gelassen werden.
 
Allerdings geht die Bedrohung nicht nur von Klassenkameraden aus. Oft machen auch Lehrer ihren Schülern das Leben schwer, indem sie sie vor der ganzen Klasse bloßstellen, missglückte Arbeiten oder schlechte Noten öffentlich machen, sich abfällig äußern und die Kinder beleidigen, etwa durch ironische Bemerkungen oder Spitznamen. Aber auch mangelnde Bereitschaft, für gemobbte Schüler einzutreten - wenn das Problem überhaupt erkannt wird -, verschlimmert die Situation der Opfer.